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Sport
04/01/2020

Kurzarbeit und Zahlungsstopp bei Sport-Streamingdienst DAZN

Während der Coronakrise sind TV-Sportanbieter wie DAZN besonders betroffen. Jahresabos können nicht unterbrochen werden.

von Alexander Huber

Der Streamingdienst DAZN will weltweit die Zahlungen an die Sportverbände stoppen. Das betrifft die fälligen Summen für abgesagte und verschobene Veranstaltungen, berichten die Branchendienste „Sportspromedia“ und „Sportbusinessdaily“. Auch beim Personal soll gespart werden. Für einen Teil der Mitarbeiter wird deswegen Kurzarbeit angemeldet.

In einer Stellungnahme des zuletzt rasch gewachsenen Sport-Streamingdienstes heißt es: „Aufgrund der Auswirkungen von COVID-19 auf den Sport prüft DAZN eine Reihe von Maßnahmen, um es dem Unternehmen zu ermöglichen, diese schwierige Zeit zu überstehen und durchstarten zu können, sobald es wieder Live-Sport gibt.“ Zu Details wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

Kein Live-Sport

Auf Live-Sport spezialisierte Medienanbieter wie DAZN und Sky leiden besonders unter der Absage von Sportveranstaltungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Sie zeigen derzeit vor allem Dokumentationen und Aufzeichnungen früherer Fußballspiele. Nur in Weißrussland wird noch gekickt.

DAZN bezeichnet sich selbst als „weltweit führender Sport-Streaming-Dienst“ und ist neun Ländern zu empfangen, auch in Österreich (Rechte an der Bundesliga wurden aber nicht erworben).

Geplante Expansion

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Großbritannien hatte noch Anfang März angekündigt, in diesem Jahr in mehr als 200 Länder und Regionen zu expandieren.

DAZN-Kunden mit einem Monats-Abonnement  können eine Vier-Monats-Pause einlegen oder sogar sofort kündigen. Zur Zahl der bisher erfolgten Kündigungen machte das Unternehmen keine Angaben.

Anders sieht es beim Jahresvertrag für 119,99 Euro aus. „Ein Jahresabo kann nicht pausiert werden“, heißt es von DAZN.

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