Sport | Bundesliga
11.03.2018

Salzburg gibt in Mattersburg ein 2:0 aus der Hand

Der Tabellenführer führt mit einem Mann weniger 2:0, dann trifft Prevljak zwei Mal vom Elfmeterpunkt.

Duje Caleta-Car, Andreas Ulmer, Valon Berisha: Nur drei Sieger von Dortmund standen vier Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League in der Salzburger Startelf – so extrem rotiert hatte Trainer Marco Rose noch nie zwischen zwei Europacup-Spielen.

Mattersburg-Coach Gerald Baumgartner musste nur eine Umstellung vornehmen, veränderte aber zwei Positionen: Für den gesperrten Alois Höller kam Lukas Rath ins Team, der als Linksverteidiger begann. Höllers Position rechts in der Viererkette übernahm Michael Novak, der sonst links verteidigt.


26. Runde, Spiele vom Samstag:

Altach - Rapid 0:0

Austria - St. Pölten 3:0 (2:0)

Admira - Sturm 2:4 (2:2)

WAC - LASK 0:3 (0:2)


Frühe Überzahl

Mit dabei waren die beiden Red-Bull-Leihgaben Masaya Okugawa und Smail Prevljak. im Mittelpunkt stand aber zunächst der einzige Ex-Mattersburger bei Salzburg. Patrick Farkas musste schon in der 12. Minute des Spielfeld verlassen: Als letzter Mann hatte der Rechtsverteidiger zwei Mal nicht klären können. Julius Ertlthaler kam an den Ball und wurde von Farkas vor der Strafraumgrenze niedergerissen. Es gab Rot und einen Freistoß aus toller Position: Jano schoss aber Mitspieler Pink an.

Am Spielgeschehen änderte die personelle Unterzahl der Salzburger aber nichts. Der Meister hatte praktisch immer den Ball und musste gegen eine Mattersburger Menschenmauer anrennen.

Dass die Burgenländer trotzdem die erste Chance hatten, lag an der Klasse Prevljaks: Der Bosnier spielte sich selbst herrlich frei, sein Schuss ging allerdings auf statt in das Tor (19.).

Die Salzburger waren effizienter und nutzten ihre erste Chance: Yabo hatten den überforderten Pink stehen gelassen, die Flanke des Deutschen verwertete Gulbrandsen per Kopf (27.).

Nach dem 1:0 waren die Salzburger dem 2:0 näher als die Mattersburger, Wolf hatte mit einem Schuss an die Stange Pech (36.).

Späte Chance

Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam der Meister unter Druck. Pink ließ in seiner letzten Aktion vor seiner Auswechselung eine große Ausgleichschance aus, er schoss deutlich daneben.

Kurz nach Wiederbeginn schien die Partie entschieden zu sein: Wolf schloss einen Konter mustergültig ab und traf zum 2:0 (54.).

Doch im Gegenzug hauchte Caleta-Car, der den zweiten Treffer mit einem langen Pass vorbereitet hatte, dem Spiel wieder Spannung ein: Der Kroate hatt im Strafraum dort seine Arme, wo sie ein Verteidiger nicht haben sollte. Der für Pink eingewechselte Renner traf einen Arm. Den verhängten Elfer verwertete Prevljak (55.).

Salzburg wankte nun, fiel aber nicht – bis noch ein Spieler ein Blackout hatte: Samassékou spielte völlig ohne Not im Strafraum mit der Hand den Ball, Prevljak verwertete auch den zweiten Handselfmeter – 2:2 (83.).

Damit gehen zwei Serien weiter: Salzburg ist im 32. Pflichtspiel ungeschlagen geblieben, Mattersburg hat 2018 noch nicht verloren.

1.

Salzburg

26

17

8

1

54:19

35

59

2.

Sturm

26

16

3

7

48:33

15

51

3.

Rapid

26

10

10

6

40:29

11

40

4.

Admira

26

12

4

10

47:46

1

40

5.

LASK

26

11

6

9

35:29

6

39

6.

Mattersburg

26

9

8

9

38:39

-1

35

7.

Austria

26

9

6

11

40:37

3

33

8.

Altach

26

8

7

11

27:33

-6

31

9.

WAC

26

4

8

14

19:39

-20

20

10.

St. Pölten

26

2

4

20

16:60

-44

10

Die Handspiele passieren aus einem Reflex

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Es war ein schwieriges Spiel, und wir wollten unsere Serie unbedingt fortführen. Mit der ersten Hälfte kann man nicht zufrieden sein, in der zweiten Hälfte haben wir Dinge besser gemacht, die wir in der Halbzeit besprochen hatten. Unser Risiko wurde belohnt, meine Mannschaft hat Riesenmoral bewiesen, wir haben den Gegner stark bekämpft. Am Donnerstag werden wir Red Bull Salzburg die Daumen drücken."

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Wir hätten uns einen Sieg sehr gewünscht, aufgrund des Spielverlaufs können wir aber zufrieden sein. Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden, die Einstellung der Spieler war vorbildlich. Wir konnten nur defensiv wechseln. Der Punkt geht in Ordnung. Die Handspiele passieren aus einem Reflex, so etwas kommt immer wieder vor. Ich mache ihnen keinen Vorwurf."