Zufrieden: Rapid-Trainer Mike Büskens nach dem Cup-Match in Hernals

© APA/EXPA/SEBASTIAN PUCHER

ÖFB-Cup
10/27/2016

Büskens: Mit zwei Stürmern gegen die Proteste

Rapid hatte gegen BW Linz am Sportclub-Platz keine Sorgen.

Rapid kommt nicht zur Ruhe. Auch beim 4:0 im Cup-Achtelfinale gegen Blau-Weiß Linz gab es Fan-Proteste, wurden auf einem Transparent ein "Ausmisten" beim "Rapid unwürdigen" Trainerteam sowie in Sprechchören der Abgang von Sportdirektor Andreas Müller gefordert.

Coach Mike Büskens zeigte sich gelassen und meinte, dass Unmutsäußerungen der Fans normal seien. Der Deutsche freute sich lieber über den ersten Erfolg nach sechs Pflichtspielen: "Das war ein wichtiger Sieg für den ganzen Verein. Die Jungs sind konsequent aufs Tor gegangen und haben sich dafür früh belohnt."

Erstmals begann Rapid mit zwei Spitzen. "Wir haben gesehen, dass wir auch ein anderes System draufhaben", stellte Torschütze Louis Schaub zufrieden fest.

Austria kam mit blauem Auge davon

Im Gegensatz zu Rapid hatte der Erzrivale Austria um den Viertelfinal-Einzug härter zu kämpfen. Die "Veilchen" verspielten beim Regionalligisten Ebreichsdorf eine komfortable 3:0-Führung und setzten sich schließlich erst nach Verlängerung mit 5:4 durch. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", gab Trainer Thorsten Fink zu.

Sein Klub ist seit Mittwoch eine Bestmarke los - Salzburg siegte daheim gegen den FAC mit 2:0, gewann damit die 21. Cup-Partie in Folge und ist nun in dieser Statistik der alleinige Rekordhalter vor den Violetten. "Es ist eine schöne Sache, nicht nur für mich, sondern auch für den Klub und für die Trainer davor", meinte Coach Oscar Garcia.

Für die Salzburger geht es am Samstag mit dem Heimspiel gegen die SV Ried weiter. Der sieben Punkte vor den drittplatzierten "Bullen" liegende Tabellenführer Sturm tritt am Sonntag auswärts gegen die Austria an, auf Rapid wartet am Samstag das Gastspiel bei der Admira. Die Südstädter sind neben den Wiener Klubs sowie Salzburg und St. Pölten der einzige verbliebene Oberhaus-Vertreter im Cup-Viertelfinale.

Sturm strauchelte

Der Erfolgslauf von Sturm gerät hingegen immer mehr ins Stocken. Vier Tage nach dem Heim-2:2 gegen Schlusslicht Mattersburg scheiterte der überlegene Bundesliga-Tabellenführer Elfmeterschießen an St. Pölten.

Bei Sturm scheint die Leichtigkeit der vergangenen Wochen verflogen zu sein. In St. Pölten lieferten die Steirer eine enttäuschende erste Hälfte ab. Danach war die Truppe von Franco Foda auch wegen der Gelb-Roten Karte für Andreas Dober in der 49. Minute zwar deutlich überlegen, zog dann aber im "Shoot-Out" gegen den Liga-Vorletzten den Kürzeren. "Wir waren nicht effektiv genug", kritisierte Foda.

Auch Sturm-Torschütze Marc Andre Schmerböck wirkte zerknirscht. "Wir haben die erste Hälfte verschlafen. Die Enttäuschung ist groß." Sein Klub muss damit weiter auf den fünften Cup-Titel, den ersten seit 2010, warten.

Deutlich gelöster war die Stimmung bei den in der Meisterschaft seit zehn Runden sieglosen St. Pöltnern. Das erste Pflichtspiel nach der Trainerrochade von Karl Daxbacher zu Jochen Fallmann verlief wunschgemäß. "Wenn man das Spiel mit dem 1:5 gegen Salzburg vergleicht, war sicher ein Trainereffekt bemerkbar. Jeder von uns wollte beweisen, dass wir nicht so schlecht sind, wie es dargestellt wurde", sagte Mittelfeldspieler Michael Ambichl.

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