Sport | Bundesliga
27.08.2017

Mattersburger Aufreger in der Nachspielzeit

Trotz zweier Abgänge und dem Aus im Europacup holt Altach drei Punkte gegen die Burgenländer.

Für Altach stand das Spiel im Zeichen der Abschiede. Am Donnerstag gab es das knappe Aus in der Europa League. Verteidiger Galvão war gar nicht mehr nach Israel mitgereist, weil er zu Rapid gewechselt ist. Und am Samstag stellte Young Boys Bern Altachs Kamerun-Stürmer Ngamaleu als neuen Spieler vor. Rund drei Millionen soll das den Vorarlbergern gebracht haben. "Es ist schön, dass wir jetzt wieder in Infrastruktur und Spieler investieren können, aber es sind wichtige Spieler, die uns verlassen haben", sagte Sportdirektor Zellhofer.

Und so hatte Mattersburg vorerst mehr vom Spiel. Prevljak ersetzte den gesperrten Höller auf der rechten Seite. Dafür rückte Erhardt wieder in die Mannschaft und bildete mit Jano und Sittsam ein defensives Bollwerk im Mittelfeld.

6. Runde:

Sturm - Salzburg

1:0 (0:0)

Altach - Mattersburg

1:0 (1:0)

Admira - Austria

1:3 (0:1)

Bereits am Samstag:
Rapid - LASK 1:0 (1:0)
WAC - St. Pölten 2:1 (0:1)

Altach wachte auf

Altach kam aber nach einer Viertelstunde in die Gänge. Nach einem Fehler von Gruber ging Gebauer rechts durch, spielte für Dobras auf, doch Ortiz warf sich im Strafraum in den Schuss. In der 20. Minute verloren die Mattersburger tief in der Hälfte von Altach den Ball. Dobras passte weit auf links, wo Novak gegen Lienhart und Gebauer von Jano und Gruber allein gelassen wurde. Lienhart zog ab, vom rutschenden Novak ging der Ball ins Netz.

Damit stieg das Selbstvertrauen von Altach, sank das von Mattersburg. Weil Novak nach einem harten Einsteigen von Gebauer vom Platz musste, kam Okugawa und Trainer Baumgartner stellte Erhardt in die Innenverteidigung, Rath zog auf die linke Seite. In der 39. Minute gab es den ersten guten Mattersburger Angriff nach einem Antritt von Okugawa, doch Prevljak schoss zu leicht, Kobras hielt.

In der zweiten Halbzeit versuchten es die Mattersburger mit hohen Bällen, doch Altach stand sicher. In der 94. Minute reklamierten die Mattersburger, dass der Ball nach einer Ecke die Linie überschritten habe. Doch Assistent Kolbitsch behielt die Fahne unten.

Tabelle:

1.

SK Sturm Graz

6

6

0

0

14:8

6

18

2.

Red Bull Salzburg

6

4

1

1

14:4

10

13

3.

Austria Wien

6

3

1

2

12:10

2

10

4.

WAC

6

3

0

3

6:6

0

9

5.

LASK Linz

6

2

2

2

6:4

2

8

6.

Rapid Wien

6

2

2

2

11:10

1

8

7.

SCR Altach

6

2

1

3

5:6

-1

7

8.

FC Admira

6

2

0

4

9:15

-6

6

9.

SV Mattersburg

6

1

2

3

6:9

-3

5

10.

SKN St. Pölten

6

0

1

5

5:16

-11

1

Altach - Mattersburg 1:0 (1:0)

Altach, Cashpoint Arena, 4.613, SR Weinberger

Tor: 1:0 (20.) Novak (Eigentor)

Altach: Kobras - Lienhart, Zech, Netzer, Schreiner - Piesinger (87. Zwischenbrugger) - Gebauer, Salomon, S. Nutz (65. Tekpetey), Dobras - Aigner (76. Grbic)

Mattersburg: Kuster - Hart, Ortiz, Rath, Novak (31. Okugawa) - Sittsam, Erhardt, Jano - Prevljak, Maierhofer (68. Bürger), Gruber (76. Renner)

Gelbe Karten: Salomon, Aigner bzw. Sittsam, Hart

Der Sieg war ein Sieg für die letzten Zweifler

Klaus Schmidt (Trainer Altach): "Der Sieg war ein Sieg für die letzten Zweifler. Das war ein klares Zeichen der Mannschaft, dass sie bis zum Letzten gehen kann. Vielleicht ist heute auch das Quäntchen Glück zurück gekommen."

Zu weiteren Transfers von Altach: "Wir werden die Augen offen halten. Ein Offensivspieler würde uns noch gut tun. Mit (Bernard) Tekpetey haben wir schon einen Spieler mit klaren Offensivstärken und hoher Grundgeschwindigkeit, der uns viel Freude bereiten wird"

Gerald Baumgartner (Trainer Mattersburg): "Wir hatten einen guten Matchplan und haben sehr gut begonnen. Dann haben wir uns das Tor selbst geschossen. In weiterer Folge haben wir trotz Feldüberlegenheit nicht die ganz großen Chancen herausgespielt. Die Niederlage ist bitter, weil uns Altach eigentlich kein Tor geschossen hat."