Flugreisen
07/08/2016

Chaos im Flugverkehr droht

Eine Plattform für Fluggastrechte mahnt Passagiere zur Vorsicht.

von Johanna Ferner

Keine gute Zeit für Fluglinien – die AUA musste 300 Flüge streichen und am Flughafen Barcelona brach bei der Billigfluglinie Vueling Chaos aus. Über ein Dutzend gestrichene Flüge und Verspätungen ließen Passagiere ungemütlich werden. Erst der Anfang?

Überforderte Fluglinien

Laut Fairplane, einem Unternehmen, das Fluggäste dabei unterstützt, ihr Recht einzufordern, steht Fluglinien und Passagieren ein anstrengender Sommer bevor. Sonst beliebte Urlaubsdestinationen wie Ägypten und Türkei verlieren aufgrund der angespannten Sicherheitslage an Attraktivität, dafür gewinnt Spanien. Viele Fluggesellschaften, so Fairplane, seien mit dieser veränderten Nachfrage überfordert. Passagiere werden immer öfter ungewollt umgebucht, weil weniger gewinnbringende Flüge kurzfristig zusammengelegt oder gestrichen werden.

Passagiere haben Rechte

Die Leidtragenden solcher Organisationsschwierigkeiten sind die Fluggäste, sie würden von Fluglinien häufig vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne vorgewarnt zu werden, so Anwalt und Fluggastrecht-Experte Ronald Schmid. Daher ist es wichtig, dass Passagiere wissen, dass sie solche Entwicklungen nicht einfach hinnehmen müssen. Die europäische Fluggastrechte-Verordnung sichert Fluggästen ein Recht auf Ausgleichsleistungen bis zu 600€, abhängig von der Streckenlänge. In Fällen von Umbuchungen können Betroffene kostenfrei von ihrem Flug zurücktreten.

Damit sich Fluglinien auch an diese Rechte halten, setzen Sich Plattformen wie fairplane oder flightrights für die Rechte der Passagiere ein.

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