Zu wenig Personal macht Pflege menschenunwürdig

Zu wenig Personal macht Pflege menschenunwürdig
Die Volksanwaltschaft hat bei 63 Prozent der präventiven Kontrollen Menschenrechtsverletzungen festgestellt.

Ein großes Pflegeheim in Wien: Drei Pfleger teilen sich den Nachtdienst – bei 284 pflegebedürftigen Bewohnern. Die Mitarbeiter sind überarbeitet, die Pflegebedürftigen werden – zwangsläufig – vernachlässigt. „Der flächendeckende Personalnotstand macht die Pflege menschenunwürdig“, sagt Volksanwalt Bernhard Achitz.

Am Mittwoch präsentierte die Volksanwaltschaft ihre Jahresbilanz 2021. Seit mittlerweile zehn Jahren prüft man auch all jene Einrichtungen in Österreich, in denen die Menschenrechte eingeschränkt werden. Justizvollzugsanstalten, also Gefängnisse; Polizei-Anhalte-Zentren; und auch psychiatrische Abteilungen, Jugendheime sowie Alten- und Pflegeheime.

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