++ HANDOUT ++ WIEN-WAHL: RENDI-WAGNER / LUDWIG

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Politik Inland
10/12/2020

Wie sich das Wien-Ergebnis auf die Bundespolitik auswirkt

Nach der geschlagenen Wien-Wahl stellt sich nicht nur die Frage nach der Stadtregierung, sondern auch nach den Auswirkungen des Ergebnis' im Bund.

Die Wien Wahl ist geschlagen, die vorläufigen Ergebnisse liegen auf dem Tisch. Auch ist bekannt: Die Hälfte der Wähler hat am Sonntag nur im Hinblick auf Wiener Themen gewählt, die andere Hälfte auch im Hinblick auf die Bundespolitik - das zeigen die Umfragen zu den Wahlmotiven. 

Und umgekehrt? Welche Auswirkungen hat das Wiener Ergebnis nun auf die Bundespolitik? Die KURIER-Redaktion hat sich das für die einzelnen Parteien angesehen. 

SPÖ: Vorerst wohl keine Debatte um Parteivorsitz

Das gute Ergebnis in Wien dürfte Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner wohl vorerst eine Verschnaufpause bescheren und Debatten um den Parteivorsitz auf Eis legen. Auf der anderen Seite dürften sich die Machtverhältnisse innerhalb der Partei nun in Richtung Ludwig, Kaiser und Doskozil verschieben. 

ÖVP: Hoffnung auf Rot-Grün in Wien

Fallen die Grünen aus der Stadtregierung, könnte es im Bund unruhiger werden .Dass der kleine Koalitionspartner in Wien doch irgendwie überraschend gut abgeschnitten hat, wirkt aus Sicht der ÖVP auf die Bundeskoalition aber stabilisierend.

Grüne: "Strafe" für Türkis-Grün blieb aus

Geschadet haben dürfte die türkis-grüne Koalition auf Bundesebene den Wiener Grünen nicht – aber das hatte sich bereits im Endspurt abgezeichnet. Die Kinder von Moria mögen parteiintern für heftige Debatten gesorgt haben, im Straßenwahlkampf seien sie aber kaum Thema gewesen, hieß es von grüner Seite.

Neos: Pinker Kurs bestätigt

Dass sich 30 Prozent der Neos-Wähler aufgrund ihrer Themen für die Liberalen entschieden, bestätigt den eingeschlagenen Kurs der Liberalen - auch auf Bundesebene.

FPÖ: Trotz Niederlage keine Obmanndebatte

Bundesparteiobmann Norbert Hofer wird wegen der Wien-Wahl nicht infrage gestellt werden, sind sich die FPÖ-Landesgruppen auf KURIER-Nachfrage einig. Der Verlust sei seit Monaten eingepreist. 

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