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Politik Inland
10/30/2020

Wie der Lockdown aussehen könnte: das deutsche Vorbild

Kanzler Kurz und immer mehr Experten nennen Deutschland als Vorbild für den bevorstehenden Lockdown in Österreich. Was bei den Nachbarn im Detail eingeführt wurde.

von Daniela Kittner

Ein kleiner Lockdown steht bevor. Am Samstag will die Bundesregierung die Maßnahmen bekanntgeben, auch der Verordnungstext soll - anders als bisher - dann schon vorliegen. Österreich will sich bei seinen Maßnahmen vor allem an Deutschland orientieren. Es wird zwar nicht alles im Detail gleich sein wie im Nachbarland, aber in großen Zügen schon. Die deutschen Maßnahmen geben daher einen Vorgeschmack auf das, was uns in Österreich erwartet. Deutschland beschränkt etwa auch die privaten Kontakte.

Und das sind die Regeln:

In der Öffentlichkeit darf es nur Kontakte von maximal zehn Personen geben, und die müssen dem eigenen Hausstand oder maximal einem zweiten Hausstand angehören. Verstöße werden sanktioniert.

"Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage inakzeptabel. Bund und Länder wirken bei den verstärkten Kontrollen zusammen", steht im gemeinsamen Beschluss der deutschen Regierung mit den Bundesländern.

Auf private Reisen oder Besuche ist zu verzichten. Das gilt auch für tagestouristische, überregionale Ausflüge.

Beherbergungen für touristische Zwecke sind verboten, es sind zum Beispiel Geschäftsreisen ("notwendige Zwecke") erlaubt.

Sämtliche Freizeiteinrichtungen werden geschlossen:

Der Kulturbetrieb - Theater, Oper, Konzerthäuser etc. - wird geschlossen.

Messen Kinos, Freizeitparks, Spielhallen sind zu.

Bordelle müssen schließen.

Freizeitsport und Amateursport sind gestrichen, außer er wird individuell oder zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben.

Schwimmbäder, Saunen, Thermen und Fitness-Studios müssen sperren.

Alle Veranstaltungen, die nur der Freizeit dienen, sind untersagt. Profisport darf stattfinden, aber ohne Zuseher.

Die Gastronomie muss schließen, ausgenommen sind nur Kantinen oder Speisen zum Abholen.

Dienstleister im Bereich der Körperpflege - Kosmetik, Massagen, Tattoo-Studios etc - müssen schließen. Nur der Friseur darf offenhalten, und medizisch notwendige Behandlungen (Physio- und Logotherapien, Fußpflege) dürfen stattfinden.

Die Geschäfte bleiben alle offen, aber es ist nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter erlaubt. Maskenpflicht und das übliche Hygieneprogramm herrschen sowieso.

Schulen und Kindergärten bleiben offen, über notwendige Teilschließungen entscheiden die Länder.

Die geschlossenen Unternehmen und Vereine bis zu 50 Mitarbeitern bekommen 75 Prozent ihres Vormonat-Umsatzes erstattet, "womit die Fixkosten des Unternehmens pauschaliert werden". Größere Unternehmen werden nach eigenen Regeln und Vergaberecht entschädigt.

Darüber hinaus gibt es in Deutschland den dringenden Appell an die Unternehmen, ihre Mitarbeiter möglichst ins Homeoffice zu schicken.

Im grenznahen Bereich werden die Quarantäneregeln streng kontrolliert, heißt es in dem deutschen Papier. Bekanntlich versucht Kanzler Kurz, die Möglichkeit eines Freitestens zu erwirken.

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