LANDESPARTEITAG DER FPÖ OBERÖSTERREICH: HAIMBUCHNER

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Politik Inland
03/23/2021

Welche heimischen Politiker an Corona erkrankten und wie es ihnen heute geht

Von Symptomlosigkeit bis zur Intensivstation: Während Schallenberg und Tanner im Homeoffice arbeiten konnten, muss Haimbuchner weiter auf der Intensivstation behandelt werden.

von Johanna Hager

Der FPÖ-Chef von Oberösterreich, Manfred Haimbuchner, ist der erste österreichische Spitzenpolitiker, der wegen seiner Corona-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt werden muss. Wie der KURIER berichtete, ist der Zustand des 42-Jährigen - er liegt im Uniklinikum Linz - stabil.

Wann Haimbuchner die Intensivstation verlassen wird können, das steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht fest. Wie FPÖ-Klubchef Herbert Kickl am Dienstag wissen ließ, ändere der Gesundheitszustand Haimbuchners nichts an der politischen Linie der Freiheitlichen. 

Ein Rückblick in das erste Corona-Jahr zeigt, dass Haimbuchners Krankheitsverlauf eine Ausnahme darstellt.

Der erste positive Test eines Regierungsmitglieds wird im Oktober 2020 bekannt.

Es ist ein Routine-Test, der Außenminister Alexander Schallenberg die negative Nachricht bringt, die am 17. Oktober 2020 zur Schlagzeile gereicht: Corona-positiv.

Wo sich der Außenminister infiziert hat, das lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Mutmaßlich beim Rat der Außenminister in Luxemburg am 12. Oktober 2020 - und womöglich im Zuge eines informellen Treffens mit seiner belgischen Amtskollegin Sophie Wilmès.

Während Schallenberg vom Testergebnis überrascht ist, da er weder Fieber, Schüttelfrost noch  Gliederschmerzen hat, ergeht es Wilmès, die ebenfalls knapp eine Woche nach dem Rat positiv getestet wird, immer schlechter. So schlecht, dass sich die vierfache Mutter in medizinische Obhut ins Krankenhaus begeben und hernach auf der Intensivstation behandelt werden muss.

BELGIUM-POLITICS-GOVERNMENT-DIPLOMACY

"Ich hatte wirklich großes Glück", sagt Alexander Schallenberg, "dass ich die Infektion ohne Symptome überstanden habe." Seine Amtsgeschäfte erledigt er in der Quarantäne von zu Hause aus, eine Handvoll Mitarbeiter, die als K1-Personen identifiziert werden, arbeiten ebenfalls im Homeoffice.

Beinah ident verläuft die Corona-Infektion bei Verteidigungsministerin Klaudia Tanner - mit einem Unterschied: Sie ist bereits als K1-Person in Quarantäne, als sie im November ihr postives Test-Ergebnis erhält.

Da sie wie Schallenberg "vollkommen symptomlos" ist, kann auch Tanner den Amtsgeschäften von zuhause aus nachgehen und nach der Quarantäne samt einem negativen PCR-Test wieder ins Ministerium zurückkehren. Die ÖVP-Ministerin verfügt, wie ihr Sprecher sagt, nach wie vor über Antikörper.

Beinah deckungsgleich verläuft die Corona-Infektion des Dritten Nationalratspräsidenten, FPÖ-Chef Norbert Hofer, im November und der Zweiten Nationalratspräsidentin, Doris Bures (SPÖ), im März 2021.

Hofer wie Bures befinden sich bereits in Quarantäne, da sie K1-Personen sind, als sie positiv auf Corona getestet werden.

Der FPÖ-Chef ist Kontaktperson 1, da seine Frau, die in einem Pflegeheim arbeitet, sich Ende Oktober mit Covid infiziert hat. Anfang November schlägt auch bei Hofer der Test positiv an.

"Ich hatte Kopfschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen", sagt Norbert Hofer im KURIER-Gespräch. "Und nach einigen Tagen Atemnot." Nach der Genesung blieb über Wochen eine "gewisse Kurzatmigkeit", so Hofer. Die volle Funktionsfähigkeit habe die Lunge bis dato noch nicht wieder erlangt. "Doch ich bin zum Glück wieder ganz gut beisammen, weil ich immer Sport gemacht habe."

Im Fall der Zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures ist der Fall ähnlich gelagert. Bures hat Anfang März Kontakt zu einer, wie sich später herausstellen soll, Corona-positiven Person und begibt sich nach Bekanntwerden in Heimquarantäne. Am Mittwoch vergangener Woche (17. März) gibt ihr Büro bekannt, dass auch sie sich mit Corona infiziert hat.

"Doris Bures befindet sich zur Zeit zuhause und wird von ihrem Arzt telefonisch betreut", heißt es auf KURIER-Nachfrage. Sie sei "guten Mutes", bald wieder die Quarantäne verlassen zu können. Auch bei der SPÖ-Politikerin scheint die Infektion - bis auf anfängliches Fieber - symptomlos zu verlaufen.

Weder Schallenberg noch Tanner leiden laut eigenen Angaben unter den für die Corona-Erkrankung oftmals typischen Langzeit-Folgen wie Geschmacksverlust, Kurzatmigkeit oder Abgeschlagenheit.

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