Türkis-Grün noch nicht übern Berg, es hakt bei Wirtschaft und Umwelt

Türkis-Grün noch nicht übern Berg, es hakt bei Wirtschaft und Umwelt
Heute reden Kurz und Kogler den ganzen Tag unter vier Augen. Es ist die entscheidende Phase für Türkis-Grün.

Eigentlich sollte es kein großes politisches Problem sein. Schon in den 1990er-Jahren hat die ÖVP ein Konzept für nachhaltiges Wirtschaften entwickelt, dessen Kernstück eine ökosoziale Steuerreform ist. Dieses ÖVP-Konzept ist von einer „CO2-Bepreisung“, wie sie den Grünen vorschwebt, nicht weit weg.

Das Prinzip: Jeder Österreicher bekommt einen Ökobonus von beispielsweise 200 Euro. Parallel dazu erhöht man die Preise klimaschädigender Waren, also etwa von Benzin und Diesel. Jeder Österreicher kann nun selbst entscheiden, ob er sich klimafreundlich verhält – dann sollte ihm von den 200 Euro etwas übrig bleiben; oder ob er zum Beispiel mit dem SUV nach Wien zur Arbeit fährt – dann zahlt er drauf.

Aber so einfach ist das nicht. Orangen aus Südafrika? Kleidung aus Vietnam? Zölle sind EU-Kompetenz, außerdem gelten WTO-Regeln oder andere, bilaterale Abkommen.

Für die Grünen ist der Klimaschutz aber ein Muss, ohne ein herzeigbares Ergebnis braucht Werner Kogler erst gar nicht hingehen zu dem Bundeskongress, der über das türkis-grüne Regierungsprogramm abstimmen wird.

Kalte Füße

Auf der anderen Seite bekommen die schwarzen Wirtschaftsvertreter kalte Füße. „Nachhaltig“ in ein Marketingpapier zu schreiben, ist leichter als sich nachhaltigen Regeln zu unterwerfen.

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