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Politik Inland
02/27/2020

Tempo 140 kostete fast halbe Million Euro

Der Testbetrieb zu Tempo 140 hat in Summe über 450.000 Euro gekostet. Löwenanteil trägt die Asfinag.

"Wir haben beim Klimaschutz so große Aufgaben, dass es wichtig ist, dass man auch in einzelnen Bereichen nicht in die falsche Richtung läuft. Die 140 waren leider die falsche Richtung, deswegen ist das eines der Themen, die wir rasch angehen." Vor wenigen Wochen stellte Umweltministerin Leonore Gewessler das Aus für den Testbetrieb von Tempo 140 in den Raum.

An diesem Wochenende wird es soweit sein: Tempo 140 ist mit Ende des Monats passe. Die Verordnung zur Beendigung der beiden Teststrecken in Nieder- und Oberösterreich mit 1. März wirksam.

457.000 Euro

Die FPÖ – das Versuchsprojekt Tempo 140 gilt als einer der Prestigeprojekte von Norbert Hofer – ist über die Einstellung wenig erfreut: "Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes wird hier eine reine Symbolpolitik betrieben und es werden die Gutachterergebnisse, dass die Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 140 km/h keine nennenswerten Belastungen für die Umwelt ergeben haben, einfach ignoriert“, wetterte etwa der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich Manfred Haimbuchner.

Nun liegen die Kosten vor, die für den Testbetrieb zu Tempo 140 angefallen sind: Insgesamt belaufen sie sich auf rund 457.000 Euro, berichtet Heute.

Auf die Asfinag entfiel demnach der Löwenanteil von 402.000 Euro. Die drehbaren Ständer für die Verkehrszeichen machten dabei 102.886 Euro aus, können aber künftig weiterverwendet werden. 28.584 Euro kosteten die Schilder selbst – sie wandern ins Depot. Das Aufstellen machte 11.327 Euro aus.

Für die Untersuchung des Projekts - Evaluierung von Verkehrssicherheit, Luftqualität oder Lärm – mussten 259.250 Euro in die Hand genommen werden. Werbung und Marketing ließ sich das Ministerium laut Heute 55.000 Euro kosten.