Streitgespräch zu Türkis-Blau: "Kurz verdankt Erfolg den FPÖ-Leihstimmen"

Streitgespräch zu Türkis-Blau: "Kurz verdankt Erfolg den FPÖ-Leihstimmen"
Türkis-Blau II: Für Ex-ÖVP-Minister Martin Bartenstein und Ex-FPÖ-Klubchef Peter Westenthaler ist das Szenario nicht unrealistisch.

"Herzblatt", "Liebesg’schichten und Heiratssachen", "Bauer sucht Frau"  – Kuppelshows sind seit Langem ein Hit. Die aktuell spannendste (politische) Partnersuche wird aber leider nicht live im TV übertragen: die kommende Woche beginnenden Speeddatings. Was kommt nach Türkis-Blau? Tatsächlich Türkis-Grün? Ist Türkis-Rot auch nur irgendwie realistisch? Oder platzt der "Partnertausch", und wir sind am Ende doch mit Türkis-Blau II konfrontiert?

Wir wollten die politische Großwetterlage ausloten und haben Experten zu Streitgesprächen über Zukunftschancen und mögliche Regierungsformen gebeten. Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer diskutiert mit ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian unter anderem über eine Große Koalition aus Türkis und Rot. VP-Mann Martin Bartenstein, Minister unter Rot-Schwarz, Schwarz-Blau und einst Verhandler von Schwarz-Grün, begegnet Peter Westenthaler, FPÖ-Klubobmann bei Schwarz-Blau (danach BZÖ, saß wegen Untreue fünf Monate in Haft, Anm.), um über Türkis-Blau zu sprechen.

Und zum Abschluss eine Diskussion über die zurzeit realistischste Variante, Türkis-Grün. Andreas Khol trifft auf Terezija Stoisits. Die beiden waren 2003 Teil des schwarz-grünen Verhandlungsteams, die Gespräche scheiterten. Neos sind nicht dabei, weil sie mit Türkis keine Mehrheit bilden können.

KURIER: Herr Bartenstein und Herr Westenthaler, Sie beide haben Anfang der 2000er-Jahre zwei Mal eine ÖVP/FPÖ-Koalition erlebt. Wird sich die Geschichte 2019 wiederholen?

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