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Politik Inland
11/07/2021

Strache will Buch zur Ibiza-Affäre veröffentlichen

"Das Ibiza-Attentat" soll noch im November erscheinen. Strache will darin für "Spannung" sorgen.

Es wird nicht ruhig um den ehemaligen FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Die Ibiza-Affäre, im Zuge derer Strache auch seinen Vizekanzlerposten verloren hatte, wurde seit Mai 2019 laufend medial und politisch ausgeschlachtet. Durch den monatelang laufenden Ibiza-Untersuchungsausschuss blieb der Skandal mitsamt etlicher seinem Dunstkreis entspringenden Enthüllungen aktuell.

Sogar die Unterhaltungsbranche ist inzwischen aufgesprungen: Ende Oktober erschien eine vom Fernsehsender Sky produzierte Serie mit namhaftem Ensemble.

Nun will Strache offenbar selbst ein Buch herausbringen, in dem er als Ich-Erzähler seine Sicht der Dinge festhält. Das Werk mit dem Titel "Das Ibiza Attentat - Was wirklich geschah und warum ich weiter für euch kämpfe", soll noch im November erscheinen. Bei der anstehenden Buchpräsentation will Strache zudem das T-Shirt, dass er während der folgenschweren Stunden auf Ibiza getragen hatte, versteigern und das Erlös "an eine soziale Einrichtung" spenden.

Schon bei seinem Rücktritt im Mai 2019 hatte Strache versucht, die von ihm im Ibiza-Video geäußerten Vorschläge zur illegalen Parteienfinanzierung sowie zum Kauf der größten Tageszeitung des Landes als "b'soffene G'schicht" zu verkaufen. Im Zuge der strafrechtlichen Aufklärung rund um die "Drahtzieher" des Videos trat Strache regelmäßig öffentlich auf, um sich als Opfer eines "politischen Attentats" zu verkaufen.

Doch das Video hatte weitreichende Folgen: Strache musste als Vizekanzler und FPÖ-Chef zurücktreten, in weiterer Folge wurde auch Bundeskanzler Sebastian Kurz im Nationalrat das Misstrauen ausgesprochen und es kam zu Neuwahlen. Die FPÖ stürzte ab, Strache wurde Monate später gänzlich aus der Partei ausgeschlossen und gründete inzwischen die "Allianz für Österreich", inzwischen "Team HC Strache" genannt. Bei der Wien-Wahl 2020 scheiterte seine neu gegründete letztlich an der Fünf-Prozent-Hürde, die zum Einzug in den Wiener Landtag erreicht werden muss.

Zuletzt sorgte Strache für große mediale Aufmerksamkeit, als er im vergangenen August aufgrund eines mutmaßlichen Gesetzeskauf wegen Bestechlichkeit erstinstanzlich zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt wurde.

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