Politik | Inland
01.02.2018

SPÖ rutscht weiter in die Liederbuch-Affäre

Foto aus dem Stadtarchiv Wiener Neustadt zeigt SPÖ-Nationalrat Wittmann im Kreise von Germania-Mitgliedern.

Keine gute Figur macht derzeit die SPÖ in der Affäre um das Naziliederbuch der Burschenschaft Germania.

Die Volkspartei will SPÖ-Nationalrat Peter Wittmann in der Causa der Lüge überführt haben. Wittmann hat in einem ZIB2-Interview ausgesagt, dass er nicht gewusst habe, dass der Illustrator des Buches Mitglied der Germania war. Bei dem 70-Jährigen handelt es sich um ein SPÖ-Mitglied und einen ehemals hohen Magistratsbeamten in jener Zeit, in der Wittmann Bürgermeister der Statutarstadt war.

Nun ist allerdings ein Foto aus dem Stadtarchiv aufgetaucht, welches den hochrangigen Beamten und vier andere Mitglieder der Germania mit ihren Burschenschafter-Bändern und Mützen zeigt, wie sie dem damaligen Bürgermeister 1994 einen Gedenkstein übergeben. Auf dem Stein ist sogar die Inschrift der Germania zu Wiener Neustadt festgehalten. ÖVP-Nationalrat Hans Rädler bezichtigt Wittmann der Lüge und fordert ihn zum Rücktritt auf. „Ich kann es mir nämlich nicht vorstellen, dass einer, der lügt, als Verfassungssprecher im Parlament noch länger tragbar ist“, so Rädler.

NR Dr. Peter Witmann dazu: „Ich weiß schon, dass die ÖVP einiges konstruieren will, aber ich denke in dieser Angelegenheit ist alles gesagt.“