Italiens Regierung verhängte ein Reiseverbot fü 15 Mio. Menschen

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Politik Inland
07/08/2020

Reisebeschränkungen: Die drei neuen Risikoländer

Warnungen vor Reisen nach Bulgarien, Rumänien und Moldau. Die Lage im Urlaubsland Kroatien werde „beobachtet“.

von Karoline Krause-Sandner, Raffaela Lindorfer

Während man innerhalb Österreichs auf lokale Eindämmung des Coronavirus setzt, herrscht außerhalb die Sorge wegen steigender Infektionszahlen in Urlaubs- und Herkunftsländern von in Österreich lebenden Menschen. Deshalb beschloss die Regierung zusätzliche Reisewarnungen für Rumänien, Bulgarien und in die Republik Moldau. Außerdem werden die Grenzkontrollen zu Slowenien und Ungarn verschärft – ausnahmslos alle Reisebusse sollen kontrolliert werden.

Außenminister Alexander Schallenberg rät von Reisen in die von Corona wieder stärker betroffenen Regionen auf dem Westbalkan generell ab – gemeint sind die Nicht-EU-Staaten Bosnien, Serbien, Kosovo, Albanien, Montenegro und Nordmazedonien. „Wir erleben immer mehr Einschleppungen aus dem Ausland“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch. „Deswegen der dringende Appell, nicht in diese Länder zu reisen“, so Kurz. Wer dennoch aus einem der Westbalkan-Länder zurückkommt, muss in Quarantäne.

Ausgenommen ist das bei Österreichern beliebte Urlaubsland Kroatien. Auch dort waren die Corona-Zahlen zuletzt gestiegen. Im Außenamt hieß es dazu, man „beobachte“ die Lage.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen brach unterdessen nach einem Treffen mit seinem kroatischen Amtskollegen Zoran Milanović eine Lanze für Kroatien-Urlauber. „Es kann ihnen genauso passieren in Tirol, in Kärnten und im schönen Salzburg, und wir haben kein Meer“, sagte Van der Bellen am Mittwoch in Wien. „Insofern habe ich volles Verständnis für Menschen, die Meer genießen wollen.“

Kurz bezeichnet die Beschränkungen als „wichtigen Schutz“: „Wir sind mit diesen Ländern eng verbunden, und mir ist bewusst, dass viele die Hoffnung haben, ihre Verwandten dort zu besuchen.“

Ob die Reisewarnung für Rumänien Auswirkungen auf die Pflegesituation in Österreich hat, war laut Wirtschaftskammer zunächst nicht klar. Von den ca. 60.000 Pflegekräften, die in der 24-Stunden-Betreuung tätig sind, stammt etwa die Hälfte aus Rumänien. Im Mai waren sogar Direktzüge für insgesamt 1.600 Pflegerinnen eingerichtet worden, um die Versorgung zu gewährleisten.

Voranmeldung für Reise

Wer diesen Sommer nach Griechenland will, muss sich spätestens 48 Stunden vor der Reise im Internet anmelden. Andere Urlaubsländer ziehen jetzt nach – darunter Spanien, Großbritannien, Zypern, Teile Italiens und Portugals (Madeira). Andere Staaten wiederum raten bisher nur zur Online-Anmeldung, wie etwa Frankreich oder Kroatien.

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