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Politik Inland
06/29/2021

Österreichweit Zehntausende Impftermine frei

Die oberste Gesundheitsbeamtin Katharina Reich erklärt, man habe mit einem "Anmeldungs-Tal" im Sommer gerechnet.

Alle, die eine Impfung wollen, sollen bis September zwei Stiche bekommen haben und vollimmunisiert sein - das gab Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Dienstag als Ziel aus. Um eine vierte Corona-Welle zu verhindern, sollten 80 Prozent der österreichischen Bevölkerung bis zum Herbst vollimmunisiert sein. Derzeit liegen wir bei 37 Prozent der Über-12-Jährigen.

Derzeit sieht es mit der Impfbereitschaft aber schlecht aus: Mehrere Bundesländer melden, dass Impftermine verfügbar, aber noch nicht gebucht seien. Alleine in Oberösterreich sind fast 89.000 Termine frei.

Dieses "Anmeldungs-Tal" im Sommer sei zu erwarten gewesen, sagt Katharina Reich, Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit, am Dienstag in der "ZiB2". Nach dem Sommer rechnet sie wieder mit einem Aufschwung. Im Herbst kommen auch wieder größere Lieferungen der Pharma-Konzerne. 

Dritte Runde für Hochrisiko-Patienten ab Oktober

Im Oktober sollen auch die Hochrisiko-Patienten, die bereits im Jänner geimpft wurden, noch einmal drankommen. Ob und wann die dritte Impfdosis bei der restlichen Bevölkerung notwendig sein wird, werden noch erhoben, erklärte Reich. Man geht derzeit aber davon aus, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer länger als neun Monate hält. 

Über den Sommer soll zudem das Angebot an PCR-Tests ausgebaut werden. Die kostenlose Aktion "Alles gurgelt", die es seit Februar in Wien gibt, soll in anderen Bundesländer als Vorbild dienen.

Aktuell zur Diskussion steht auch eine Impfpflicht für bestimmte Berufe - etwa für Kindergartenpädagogen oder Spitalsmitarbeiter.Das Gesundheitsministerium empfiehlt auch, die Impfung etwa im Gesundheitsberufen zur Pflicht zu machen, zuständig sind aber die Länder. 

Maske soll noch bleiben

Zu den Lockerungsschritten hat Generaldirektorin Reich gemischte Gefühle. Ab 1. Juli soll die Maskenpflicht in Bereichen, in denen die 3-G-Regel gilt, wegfallen. In Öffis und Geschäften wird ein gewöhnlicher Mund-Nasen-Schutz ausreichen. Diese Pläne - und auch, dass die Nachtgastronomie ab 1. Juli öffnen darf - hält Reich für vertretbar. 

Sie ist allerdings gegen die Idee, die Maske ab Ende Juli ganz wegzulassen - nicht zuletzt wegen der Delta-Variante, die in einigen Ländern der Welt schon wieder zu Verschärfungen geführt hat (siehe dazu Artikel unten)

Dass die FFP2-Maske bei der Sommerhitze schwierig sei, sei verständlich. Die gewöhnliche Maske aber sei "billig, und wir sind mittlerweile daran gewöhnt". Deshalb plädiert sie dafür, zumindest diesen Schutz noch aufrechtzuerhalten. 

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