A boy who survived from what activists say is a gas attack cries as he takes shelter inside a mosque in the Duma neighbourhood of Damascus August 21, 2013. Syrian activists accused President Bashar al-Assad's forces of launching a gas attack that killed nearly 500 people on Wednesday, in what would, if confirmed, be by far the worst reported use of chemical arms in the two-year-old civil war. The Syrian armed forces strongly denied using chemical weapons. Syrian state television said the accusations were fabricated to distract a team of U.N. chemical weapons experts which arrived three days ago. REUTERS/Mohamed Abdullah (SYRIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

© Reuters/STRINGER

Politik | Inland
08/29/2013

Österreich nimmt 500 syrische Flüchtlinge auf

Innerhalb "einiger weniger Wochen" sollen die ersten Betroffenen aus dem Bürgerkriegsgebiet in Österreich eintreffen.

Österreich nimmt 500 Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien auf. Das kündigte Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) am Donnerstag an. VP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner erklärte, die Aufnahme solle innerhalb "einiger weniger Wochen" erfolgen. Sie habe den Auftrag von Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) an ihr Ressort weitergeleitet. Dieses treffe sich am morgigen Freitag zu einer ersten Sitzung und werde in Folge Kontakt zu einer intentionalen humanitären Organisation aufnehmen.

"Wir werden im Rahmen einer humanitären Aktion 500 Flüchtlinge aufnehmen", so Mikl-Leitner. Schwerpunktmäßig werde es sich um Kinder, Frauen und Christen handeln, da dies besonders gefährdete Gruppen seien. Die Hilfe soll in den nächsten Wochen erfolgen. Mit welcher Organisation zusammengearbeitet werde, steht noch nicht fest.

Das nun doch Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen werden, obwohl sie dies im Juni noch abgelehnt hatte, erklärte Mikl-Leitner damit, dass sich die Situation in dem Land Tag für Tag mehr zuspitze. "Wir gehen mit gutem Beispiel voran", und dies erwarte sie sich auch von den anderen europäischen Staaten. In den nächsten Tagen werde die Hilfe organisiert und vorbereitet. Wo die Betroffenen untergebracht werden sollen, stehe noch nicht fest. Druck aus Brüssel habe es auf jeden Fall "überhaupt nicht" gegeben: "Österreich kommt seiner Verantwortung nach", die Situation in Syrien sei äußerst kritisch, erklärte die Innenministerin.