ÖGK-Chef Wurzer: "Dass Vertragsärzte es ablehnen zu impfen, sollte es nicht geben“

ÖGK-Chef Wurzer: "Dass Vertragsärzte es ablehnen zu impfen, sollte es nicht geben“
Der Chef der größten Krankenversicherung des Landes über die Lehren aus der Pandemie, die Impfskepsis und den Ärztemangel.

Bernhard Wurzer ist Chef der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und Gesundheitsmanager für 7,4 Millionen Menschen. Ein Gespräch über fehlende Ärzte, mangelnde Impfbereitschaft – und warum der Kassenvertrag ein Gütesiegel sein muss.

KURIER: Herr Wurzer, was haben Sie und die ÖKG bisher aus der Corona-Pandemie gelernt?

Bernhard Wurzer: Eine Erkenntnis lautet: Es ist unglaublich wichtig, bundeseinheitlich zu handeln. Wir haben als Gesundheitskasse in wenigen Tagen die Abrechnung der Corona-Tests mit den Apotheken vereinbart und die elektronische Übermittlung von Rezepten ermöglicht. All das wäre in dem Tempo undenkbar gewesen, hätten wir mit den Verantwortlichen von neun verschiedenen Kassen diskutieren müssen.

Sie sagen, völlig unabhängig von der Infektionslage galten in der Gesundheitskasse von Dornbirn bis Eisenstadt die selben Regeln?

Absolut, und das war dringend nötig, denn man braucht für alle Maßnahmen gewisse Vorlaufzeiten. In einer Pandemie ändert sich die Lage ständig. Insofern haben wir gesagt: Österreichweit müssen dieselben Regeln gelten, auch auf die Gefahr hinaus, dass man bei guter Infektionslage einmal zu vorsichtig ist.

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