Politik | Inland
30.07.2017

Niessl: ÖVP-Spender Pierer "kauft sich einen Parteichef"

Niessl hat sich zuvor bereits über "amerikanische Verhältnisse" im österreichischen Wahlkampf beschwert.

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) ist fassungslos über KTM-Chef Stefan Pierer. Auslöser für Niessls Aufregung ist das KURIER-Interview mit dem Großspender, der alle bis Ende Juli eingebrachten Spenden an die ÖVP verdoppeln will.

Pierer betonte in dem Interview (hier in voller Länge nachzulesen): "Ich kaufe mir keine Abgeordneten. Ich erwarte mir nichts, außer der Hoffnung, dass (ÖVP-Chef Sebastian) Kurz etwas für Österreich verändert." Der KTM-Chef sprach sich dabei unter anderem für eine Arbeitszeitflexibilisierung aus.

Niessls Reaktion gegenüber der APA: Pierer "kauft sich einen Parteichef". "Da glaubt tatsächlich ein sehr wohlhabender Mensch, dass er sich mit viel Geld politische Inhalte kaufen kann", "die Reichen spielen 'Wünsch dir was!'".

Der burgenländische Landeshauptmann hatte sich zuvor bereits über "amerikanische Verhältnisse" im österreichischen Wahlkampf beschwert. Dieser Vergleich "richtet sich von selbst", reagierte die ÖVP damals auf den Vorwurf. Die ÖVP weise jede Klein- und Großspende transparent online aus.

Hier finden Sie mehr Infos darüber, wie die Parteifinanzen in Österreich geregelt sind.