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Marokkos Fußballstar, der beim Fluchtversuch nach Ceuta ums Leben kam

Die junge Fußballerin Faten Ben Omar El Azizi starb beim Fluchtversuch nach Ceuta. Sie wurde zum Gesicht der über 100 Toten.
Ceuta local residents offer minor migrants a place to sleep

Das Foto zeigt eine junge Frau in die Kamera lächelnd, die Arme vor dem Oberkörper verschränkt, in einem schwarz-gelben Trikot, auf einem Fußballfeld posierend. Ihr Name ist Faten Ben Omar El Azizi, 20 Jahre alt. Sie spielte im Verein Maghreb Atletico Tetuan, Mittelfeld.

Während ihrem Bruder und ihrer Schwester der gefährliche Fluchtversuch gelang, ist Faten Ben Omar El Azizi eine von mindestens 111 Menschen, die beim Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta Ende Juli im Meer starben. Die Marokkanerin ist zum Gesicht der Ertrunkenen geworden.

Hunderte Menschen versammelten sich anlässlich ihres Begräbnisses in der marokkanischen Stadt Tétouan; Videoaufnahmen zeigen, wie ihr Sarg durch die Menschenmenge getragen wird, im Hintergrund hört man die Klageschreie der Frauen. „Sie sagte, sie habe keine Zukunft hier, sie arbeitete auf einem Friedhof, um Geld zu verdienen“, schildert ihre Mutter aufgewühlt gegenüber Medien wie Al Jazeera oder der Süddeutschen Zeitung.

Italien gegen Spanien

Die „Ceuta-Krise“ beschäftigt Europa nach wie vor: Rom, das Madrid nach der Ankunft der über 70.000 Migranten in der Exklave mit dem Aussetzen des Schengen-Abkommens gedroht hatte, will an seinen Grenzkontrollen zu Spanien bis Mitte August festhalten.

Grund sind die Berichte über eine mögliche neuerliche Ankunftswelle um den 15. August, wovon in Chatgruppen und Medien die Rede ist. Mit Samstag Mitternacht führte Spanien seinerseits Grenzkontrollen für Einreisende aus Italien ein. Mindestens zehn Personen wurde seitdem die Einreise verweigert. Am ersten Tag der Maßnahme wurden fast 200 Italiener auf zwölf Flügen aus Italien kontrolliert.

Die Sorge vor einem neuerlichen Ansturm auf Ceuta ist auch bei vielen Eltern, älteren Marokkanern und Geflüchteten in Marokko groß – sie fürchten um das Leben ihrer Kinder, die sich über die sozialen Medien vernetzen und über die Flucht übers Meer austauschen, dass ihnen dasselbe droht wie Faten Ben Omar El Azizi. Die, so die grausame Ironie des Schicksals, laut ihrer Familie just am selben Tag, als sie starb, ihr Schengen-Visum erhalten hätte, um für einen spanischen Klub spielen zu dürfen.

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