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Politik Inland
07/12/2021

Mahrer will weniger Verbote für Unternehmen beim Klimaschutz

Neue Studie zeigt laut Wirtschaftskammer-Präsident Mahrer, dass Betriebe Umweltschutz „selbst in die Hand nehmen“.

von Elisabeth Hofer

Die Wirtschaftskammer und die ambitionierte Klimapolitik der Grünen – in der Vergangenheit hatte diese Verbindung immer wieder für Spannungen gesorgt. Auch beim nun beschlossenen Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) oder dem grünen Prestigeprojekt öko-soziale Steuerreform gab bzw. gibt es einige Reibungspunkte.

Dennoch: Dass der Klima- und Umweltschutz für Österreichs Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewinnt, zeigt eine aktuelle Studie des Market-Instituts im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

86 Prozent der 500 befragten Unternehmen gaben an, dass Klima- und Umweltschutz einen hohen oder sogar sehr hohen Stellenwert für sie hat.

Was bereits umgesetzte Maßnahmen angeht, so erklärten mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Betriebe, sie würden regional einkaufen, 73 Prozent gaben an, Energiesparmaßnahmen im Unternehmen umzusetzen.

60 Prozent der Befragten betreiben laut eigenen Angaben auch Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern im Bezug auf Klima- und Umweltschutz.

Zwei Drittel der Unternehmen verwenden umweltfreundliche Materialien oder planen aktuell, das zu tun.

„Mehr Freiheiten“

Für die WKÖ-Spitze sind diese Ergebnisse nicht nur ein Erfolg, sondern auch eine Handlungsempfehlung an die Politik in Richtung weniger Regulierung.

So sieht WKÖ-Präsident Harald Mahrer den Beweis dafür erbracht, dass heimische Unternehmen Klima- und Umweltschutz selbst in die Hand nehmen. „Unsere Betriebe brauchen nicht mehr Verbote sondern mehr Freiheit, um Probleme anpacken und lösen zu können“, erklärt Mahrer. Das bestätige auch die internationale Nachfrage: Neun von zehn Wirtschaftsdelegationen würden heute schon wegen des Umwelttechnik-Know-hows hiesiger Betriebe nach Österreich kommen.

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf mahnt indes zur Eile. Viele erfolgreiche Unternehmen, die „angesichts des noch sehr eingeschränkten Angebots“ stark auf fossile Energieträger setzen müssen, stünden vor großen transformatorischen Herausforderungen. „Sie sind bereit anzupacken, die Rahmenbedingungen dafür müssen aber rasch eingetaktet werden“, sagt Kopf. EHO

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