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Politik Inland
05/30/2020

"Aufatmen": Maskenpflicht an Schulen fällt gleich nach Pfingsten

Singen, Turnen wieder möglich und schneller als erwartet keine Masken mehr: Minister Heinz Faßmann verkündete weitere Lockerungsschritte an den Schulen.

von Michael Bachner

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) erklärte am Samstag die weiteren Lockerungsschritte an Österreichs Schulen. Überraschenderweise schon ab kommendem Mittwoch - also nach dem Ende der Pfingstferien - wird der Mund-Nasen-Schutz zu einer Kann-Bestimmung. Das heißt: Beim Betreten der Schulen und auf den Gängen muss der Schutz nicht mehr verpflichtend getragen werden, in den Klassen war der Mund-Nasen-Schutz bisher schon nicht vorgeschrieben.

"Kinder spreaden nicht"

Das Argument für diesen Schritt: Studien hätten gezeigt "Kinder spreaden nicht", hätten sich also nicht als Virenverbreiter erwiesen. Auch in Skandinavien hätten die zum Teil vor Österreich vorgenommenen Öffnungen der Schulen keine Erhöhung der Corona-Infektionszahlen gebracht, begründete Faßmann.

Erst am Freitag hatte die Bundesregierung die generelle Maskenpflicht (mit einigen Ausnahmen wie Öffis oder bei Ärzten) erst per 15. Juni aufgehoben. Faßmann empfindet das nicht als verwirrend. "Es darf an den Schulen auch wieder gesungen werden", sagte der ÖVP-Minister und sprach insgesamt von einem "Auf- und Durchatmen" an den Schulen.

Auch der Sport kehrt jetzt ganz offiziell an die Schulen zurück. Bei den Hygienestandards und Abstandsregeln, die weiterhin gelten, müsste aber natürlich der Hausverstand angewendet werden, appellierte Faßmann speziell an die Sportlehrer.

In den nächsten vier Wochen bleibt es aber bei dem bestehenden Schichtbetrieb. Es werde auch keine neuen Lehrpläne mehr geben. Das Schuljahr soll gemeinsam gut abgeschlossen werden, hofft der Minister. "Keep it simple, lautet meine Devise. Kinder, Eltern und Lehrer sollen nicht alle zwei Wochen neue Vorgaben erhalten", so Faßmann.

"Klassenfoto geht sich aus"

Ebenfalls möglich sein sollen Veranstaltungen zum Schulschluss wie etwa Maturafeiern oder Abschlussfeste. Dabei gelten die normalen Vorgaben für Veranstaltungen. "Mit ein bisschen Kreativität geht sich auch ein gemeinsames Klassenfoto aus", meinte Faßmann. Und hofft: "Ich will eine Schule, die im kommenden Jahr wieder völlig normal beginnen kann."

Erklärvideo

Das Bildungsministerium präsentierte bei der Pressekonferenz auch ein einminütiges Erklärvideo für Schüler über die schrittweise Rückkehr zur Normalität. In dem Cartoon mit dem Titel "Gemeinsam gegen Corona" betritt ein Mädchen, dessen Lockenkopf leicht an die Silhouette des Coronavirus erinnert, das Schulgebäude und zeigt, was man schon bald alles wieder machen darf und worauf es noch zu achten gilt.

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