© Screenshot: youtube.com

Ice Bucket Challenge
08/19/2014

Rupprechter, der eiskalte Minister

Der ÖVP-Landwirtschaftsminister rieb sich für guten Zweck mit Schnee ein. ÖBB-Chef Kern zog nach.

von Bernhard Gaul

Und wieder Rupprechter, der Minister für (fast) jeden Gag, mag sich mancher denken: Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter steht also auf dem Gipfel des 2592 Meter hohen Mundekopfs in Tirol und reibt seinen Kopf mit Gletscherschnee ein. Das entsprechende Video stellt sein Ressort auf YouTube (siehe unten). Was auf den ersten Blick skurril anmutet, hat einen ernsten Hintergrund: In den USA hat vor wenigen Wochen die "Ice Bucket Challenge" (auf Deutsch: Eiskübel-Herausforderung) begonnen, die über die sozialen Medien für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Prominente nominieren dabei andere Prominente, sich ebenfalls einen Kübel mit Eiswasser über den Kopf zu gießen. Andernfalls (oder zusätzlich) sollen sie Geld für eine Organisation spenden, die sich um Menschen kümmert, die an der seltenen Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) leiden. Die Krankheit lähmt die Nervenverbindungen im Körper. Das kurze Erstarren durch das Begießen mit Eiswasser soll an die Krankheit erinnern. Durch diese Aktion, gab die US-amerikanische "ALS Association" bekannt, wurden in den vergangenen Wochen 15,6 Million Dollar gesammelt.

Rupprechter wurde zu seiner Schneeaktion von ZiB2-Anchor Armin Wolf nominiert, und nicht ganz zufällig nominierte der umtriebige ÖVP-Minister seine SPÖ-Ministerkollegen Alois Stöger und Josef Ostermayer. Sie müssten nach den Spielregeln bis Dienstagmittag reagieren.

Übrigens gibt es auch in Österreich einen Verein "Forum ALS", der Spenden benötigt und Unterstützung für Menschen mit ALS bietet und deren Angehörigen durch Beratung und Information hilft.

ÖBB-Kern zog nach

Nach der Schnee-Abreibung des Ministers ließ sich auch der ÖBB-Chef Christian Kern nicht lange bitten. Auch er war von Armin Wolf, neben Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid, die nur spendete, zu der "Ice Bucket Challenge" nominiert worden.

Kern ließ sich das von den Spielregeln geforderte Eiswasser von einer Mitarbeiterin von einem Balkon aus mehreren Metern Höhe über den Kopf leeren. Charity-Aktionen seien eben "kein Kinderfasching", erklärt Kern in dem Youtube-Video.

Für die nächste "Challenge" hat Christian Kern lediglich eine Person nominiert. Es handelt sich um ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka.

(tem)

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