Norbert Hofer

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Hofburg-Wahl
11/22/2016

Norbert Hofer erhält Absage aus Deutschland

Der deutsche Handelskammer-Präsident Dieter Hundt schließt eine Beratertätigkeit für den Bundespräsidentschaftskandidaten aus. Hofer hat Hundt zuletzt als Wirtschaftsberater genannt, sollt er die Bundespräsidentenwahl am 4. Dezember gewinnen.

FP-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer muss sich nach einem neuen Wirtschaftsberater umsehen. Wie die Deutsche Handelskammer in Österreich der APA am Dienstagnachmittag mitgeteilt hat, wird ihr Präsident Dieter Hundt für diesen Posten nicht zur Verfügung stehen. Sein Amt verpflichte ihn zur politischen Neutralität, hieß es in einer mit Hundt akkordierten Stellungnahme der Handelskammer.

Hofer hat Hundt zuletzt als Wirtschaftsberater genannt, sollt er die Bundespräsidentenwahl am 4. Dezember gewinnen. Im APA-Interview am Sonntag berichtete Hofer von einer grundsätzlichen Zusage des Unternehmers. Hundt (Foto) war von 1996 bis 2013 Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und ist seit 2007 Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich.

"Dieses Amt verpflichtet zu politischer Neutralität, die durch Herrn Prof. Hundt uneingeschränkt gewährleistet ist."

Auf APA-Anfrage machte die Handelskammer am Dienstag aber klar, dass Hundts Funktion nicht mit einer politischen Beratertätigkeit vereinbar sei. "Dieses Amt verpflichtet zu politischer Neutralität, die durch Herrn Prof. Hundt uneingeschränkt gewährleistet ist. Das schließt eine wirtschaftspolitische Beratertätigkeit für jeden gewählten zukünftigen österreichischen Bundespräsidenten aus", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Wie der Sprecher der Handelskammer betonte, ist diese Stellungnahme mit Hundt akkordiert.