„Wehr dich“: Demonstration der als rechtsextremistisch eingestuften „Identitären Bewegung“ in Wien am 17. Mai 2014

© KURIER/Jeff Mangione

FPÖ-Häme
06/02/2014

Lopatka-Sohn ging bei rechter Demo mit

Sohn des Klubchefs bei Identitären-Demo - VP-Klubchef: "Alles andere als erfreulich".

von Bernhard Gaul

Eine Statusmeldung der FPÖ-nahen Facebook-Seite "Der Blaue Stammtisch" sorgt für Verwunderung: Darin wird der jüngste, 20-jährige Sohn von ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka als Teilnehmer der Demo der rechten "Identitären" am 17. Mai in Wien mit einem Bild bekannt gemacht. "Was da wohl der ,schwarze‘ Vater sagt?", wird das Foto hämisch kommentiert.

Der Angesprochene, ÖVP-Klubobmann Lopatka, sagte zum KURIER: "Mein Sohn Lukas war bei der Kundgebung der Identitären Bewegung in Wien und wollte sich das mit ein paar Freunden anschauen, wie er mir im Nachhinein versichert hat. Ich wusste nichts von seiner Teilnahme. Das ist für mich alles andere als erfreulich."

Als Vater habe er sich "natürlich Sorgen gemacht. Jeder Vater und jede Mutter versteht, was es bedeutet, wenn man so ein Bild sieht."

Sein Sohn sei offenbar über Fußballfans von Sturm Graz mit dieser Gruppe bekannt geworden. Dem VP-Klubchef ist auch bekannt, dass sein Sohn ein Fan von "Rechtsrock"-Gruppen wie "frei.wild" ist. "Da war er sogar auf einem Konzert."

Die vom deutschen Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Bewegung lehnt Lopatka ab: "Ich halte die Anliegen dieser Bewegung für absolut falsch. Wir brauchen das Gegenteil davon, nämlich Zusammenarbeit und Miteinander statt Ausgrenzung und Gegeneinander. Seit meinem Engagement in der Jugendpolitik habe ich das Gegenteil unterstützt: Völkerverständigung, Toleranz und Offenheit."