Der Ersatz von konventionellen Kraftwerken durch volatilere erneuerbare Energien wie Windkraft stellt europaweit hohe Anforderungen an die Netzinfrastruktur.

© APA/AFP/dpa/PATRICK PLEUL

Politik Inland
08/09/2021

Fotovoltaik und Wind: Wo die Bundesländer investieren müssen

Für die Umsetzung der Ziele im Strombereich - 100% Ökostrom bis 2030 - müssen nun die Bundesländer Maßnahmen setzen, zeigt eine neue Studie des Dachverbandes für Erneuerbare Energien

von Daniela Kittner

Das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung sieht vor, dass Österreich bis 2040 klimaneutral ist.

Als Zwischenetappe bis 2030 soll Strom zur Gänze aus erneuerbaren Quellen kommen. Dazu wurde das EAG, das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, von ÖVP, Grünen und SPÖ im Parlament beschlossen. Um die Ziele zu erreichen, müssen die neun Bundesländer aber mitziehen.

In einer neuen Studie von „Erneuerbare Energie Österreich“ wird eine Länderbilanz eröffnet. Demnach sind die Länder bei Wasserkraft und Biomasse gut unterwegs, nur Tirol hat bei Wasserkraft noch nachzuliefern. Bei Fotovoltaik und Windkraft fehlt jedoch noch einiges, um die 100-Prozent-Strom aus Erneuerbaren zu erreichen.

Bei Fotovoltaik haben vor allem Niederösterreich, die Steiermark, Oberösterreich und Tirol merkbaren Aufholbedarf. In die Windkraft müssten unter Zugrundelegung der EAG-Ziele vor allem Niederösterreich und das Burgenland mehr investieren.

Die Bewertung nach Ländern:

Das Burgenland verzeichnet den höchsten Anstieg von Treibhausgasemissionen (THG) und den zweithöchsten Anstieg beim Gesamtenergieverbrauch aller Länder, hat aber auch den höchsten Erneuerbaren-Anteil an der Stromproduktion. Fazit: Der Erneuerbaren-Anteil muss bis 2040 mehr als verdreifacht werden.

Kärnten hat den höchsten Anteil an erneuerbarer Energie aller Länder, reduziert aber seit 30 Jahren kein Treibhausgas und muss seinen Erneuerbaren-Anteil bis 2040 verdreifachen.

Niederösterreich hat den höchsten Anstieg beim Gesamtenergieverbrauch aller Länder, keine THG-Reduktion seit 1990 und muss den Erneuerbaren-Anteil verdreifachen, während Oberösterreich den Erneuerbaren-Anteil bis 2040 nur verdoppeln muss.

Salzburg hat den zweithöchsten Erneuerbaren-Anteil, muss deren Produktion bis 2040 dennoch verdreifachen. Die Steiermark hat den zweitniedrigsten Erneuerbarenanteil und muss deren Produktion vervierfachen.

In Tirol steigen Treibhausgase und Energieverbrauch, die Erneuerbaren-Produktion muss verdreifacht werden, während Vorarlberg nur verdoppeln muss.

Wien hat den niedrigsten Anstieg beim Energieverbrauch, aber auch den niedrigsten Anteil an Erneuerbaren, der zu verdreifachen ist.

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