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Politik Inland
06/25/2020

Diplomat Wolfgang Wolte im Alter von 89 Jahren gestorben

Wolte war Österreichs erster Botschafter bei der Europäischen Gemeinschaft (EG).

Der erste österreichische Botschafter bei der Europäischen Gemeinschaft (EG), Wolfgang Wolte, ist tot. Der Diplomat starb am Mittwoch im Alter von 89 Jahren, wie die Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), dessen Vorstandsmitglied Wolte seit 1997 war, am Donnerstag bekannt gab.

Als erster Botschafter Österreichs bei der Vorläuferorganisation der Europäischen Union (EU) zwischen 1987 bis 1993 in Brüssel war Wolte maßgeblich an der Vorbereitung des österreichischen EU-Beitritts am 1. Jänner 1995 beteiligt. Mit Inkrafttreten des Maastricht-Vertrags 1993 ging die heutige EU aus der EG hervor. Zuvor war der Karrierediplomat von 1980 bis 1986 Botschafter in China.

Schallenberg: "Glühender Europäer"

"Wolte war ein patriotischer Österreicher und ein glühender Europäer. Jemand, der aufgrund seiner historischen und persönlichen Erfahrungen stets das Gemeinsame vor das Trennende stellte", erklärte die ÖGfE in einer Aussendung. Sein ganzes Leben lang seien Wolte die europäische Integration und das europäische Friedensprojekt ein Herzensanliegen gewesen.

Außenminister Alexander Schallenberg und Europaministerin Karoline Edtstadler (beide ÖVP) bedauerten in einer Aussendung das Ableben des "Wegbereiters des österreichischen EU-Beitritts". Der Diplomat habe "wie kaum ein anderer Österreicher unsere Europapolitik geprägt und den Geist der europäischen Zusammenarbeit gestärkt", erklärte Schallenberg.

Auch Bundespräsident Alexander van der Bellen schloss sich an: "Mit Wolfgang Wolte verliert Österreich einen begeisterten Boschafter des europäischen Gedankens."

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