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Politik Inland
12/26/2020

Countdown zum Impfstart läuft: Kurz, Anschober, Ludwig, Hacker dabei

Ganz Europa feiert am Sonntag die ersten Impfungen. "Ein bewegender Moment", sagt von der Leyen. In Österreich sind Kurz, Anschober, Ludwig und Hacker Zeugen der ersten Stiche.

von Daniela Kittner

Am Sonntag, den 27. Dezember 2020 ist es so weit: Die ersten Österreicher werden gegen Corona geimpft. Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober werden anlässlich des österreichweiten Starts der COVID-19-Impfung die Spezialambulanz für Impfungen, Reise- und Tropenmedizin der Medizinischen Universität Wien aufsuchen.

Dort werden Ursula Wiedermann-Schmidt, die Vorsitzende des nationalen Impfgremiums, und Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, die ersten COVID-19-Impfungen durchführen.

Um 9 Uhr wird die erste Impfung stattfinden. Der Impfvorgang wird medienöffentlich via Stream in den Van Swieten Saal der Medizinischen Universität Wien übertragen. Im Anschluss um ca 10 Uhr findet eine Pressekonferenz statt.

Wien impft exponiertes Spitalpersonal

Um 12.30 Uhr wird der Grüne Anschober auch dem Impfstart in der Stadt Wien beiwohnen - gemeinsam mit Bürgermeister Michael Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Geimpft werden die Mitarbeiter/innen der 4. Medizinischen Abteilung der Klinik Favoriten. "Sie standen und stehen seit Beginn der Pandemie an vorderster Front im Kampf gegen die Viruserkrankungen", vermeldet der Rathaus-Pressedienst. Exponiertes Personal in den Corona-Stationen in den Krankenhäusern werden in Wien in der ersten Phase geimpft.

NÖ startet Impfung in Pflegeheim

Auch Niederösterreich startet am Sonntag mit dem Impfen, und zwar im Pflegeheim. Das gab Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bekannt, die sich auch persönlich, sobald sie an der Reihe ist, "sofort" impfen lassen will.

EU-weit verteilt

Die EU-Arzneimittelbehörde hatte den BioNTech/Pfizer-Impfstoff am 21. Dezember zugelassen, die EU-Kommission daraufhin grünes Licht gegeben. Im Lauf des Samstag, 26. Dezember, ist der Impfstoff aus dem belgischen Werk, wo er erzeugt wird, zeitgleich in ganz Europa ausgeliefert worden. "Ein bewegender Moment", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

975 Dosen pro Bundesland

In den einzelnen EU-Staaten eingelangt, wird der Impfstoff national an die Regionen verteilt. Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz bekommt jedes Bundesland 975 der 10.000 für Österreich bestimmten Dosen aus der ersten Tranche.

Die Regierung wird, wie überall in der EU, zuerst die gefährdeten Personen impfen: über 85-Jährige sowie Pflege- und Gesundheitspersonal. Je nach Eintreffen des Impfstoffs sollen die Gruppen verbreitert werden: Das Alter wird gesenkt, Menschen mit vielen beruflichen Kontakten werden ebenfalls vorgereiht.

Laut Kurz ist ab April damit zu rechnen, dass breit geimpft werden kann.

Am 6. Jänner zweiter Impfstoff

Wie Österreichs oberster Impf-Beamter, Clemens Martin Auer vom Gesundheitsministerium, sagt, hängt die Menge des verfügbaren Impfstoffs auch davon ab, wann die anderen Anbieter die Zulassung schaffen. Bereits am 6. Jänner dürfte die EU den Impfstoff von Moderna zulassen, zwei weitere Vakzine befinden sich in der Testphase.

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