Ziviler Ungehorsam: Die Klimajugend verschärft den Ton

Protest in front of Chancellery in Berlin
Fridays for Future sucht nach Strategien, um in Zukunft spürbare Erfolge zu erzielen. Ein Problem dabei: Die Bewegung ist nicht straff organisiert.

Die Bewegung „Fridays for Future“ fängt in Österreich damit an, die größten „Klimasünder“ nun konkreter beim Namen zu nennen. Neben Politikern sind das in erster Linie große Unternehmen. So versammelten sich Ende November rund 100 junge Aktivisten vor der OMV-Zentrale in Wien. Die Botschaft an die rund 20.000 OMV-Mitarbeiter: „Ihr verdient einen grünen Job.“

Auch die Klimaziele der neuen türkis-grünen Regierung sind dem österreichischen Ableger der einst in Schweden gestarteten Schülerbewegung zu lasch. Mit einer Ökologisierung des Steuersystems ab 2022 könne das Ziel – die Begrenzung der Erderwärmung um 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit – nicht eingehalten werden, heißt es.

Allerdings steht nun eben nicht mehr nur die Politik im Fokus der jungen Klima-Aktivisten – sondern auch Firmen.

Ein zentraler Punkt, um die Klimaziele zu erreichen: die Forcierung der E-Mobilität. Deshalb nutzt die Bewegung ihre morgige Freitagsdemo – sonst ein Schulstreik vor dem Parlament –, um gegen die Vienna Autoshow in der Messe Wien zu protestieren.

Ein direkter Appell an die Automobilindustrie also. Ist das auch die künftige Strategie von Fridays for Future – Firmen direkt in die Pflicht zu nehmen?

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