© APA/Yoon S. Byun / POOL

USA
11/13/2013

Schlechter Start für Obamacare

Nur 100.000 Versicherte: Nach dem Pannenstart der Webseite läuft das Projekt schleppend an.

Nach dem chaotischen Start der Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama sind die ersten Zahlen zu neu abgeschlossenen Krankenversicherungen eine Enttäuschung für das Weiße Haus. Nur gut 106.000 Menschen schrieben sich im ersten Monat unter dem neuen System ein, wie das Gesundheitsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Obamas Regierung hofft, dass bis Ende der Frist im März 2014 etwa sieben Millionen Menschen eine Krankenversicherung abschließen.

Den Angaben zufolge kamen vom 1. Oktober bis 2. November weniger als 27.000 Versicherungsabschlüsse über die von technischen Problemen geplagte Internetseitehealthcare.gov zustande, die 36 Bundesstaaten abdeckt. Rund 79.000 Krankenversicherungen seien über die jeweiligen Onlinebörsen der verbleibenden 14 Bundesstaaten ausgewählt worden. "Wir können erwarten, dass sich diese Zahlen in den kommenden fünf Monaten substanziell erhöhen werden", erklärte Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius. Die Webseite healthcare.gov werde "jeden Tag besser".

Website lahmt

In den Onlinebörsen können Millionen unversicherte Menschen in den USA seit Anfang Oktober die Policen privater Anbieter vergleichen und Anträge ausfüllen. Dabei erfahren sie auch, ob ihnen staatliche Zuschüsse für eine Krankenversicherung zustehen. Das Weiße Haus machte zunächst einen Ansturm der Nutzer für die Störungen verantwortlich, räumte später aber Mängel bei der Software und beim Design der Seite ein. Bis Ende November will die US-Regierung die Probleme behoben haben.

Ziel der im Jahr 2010 verabschiedeten Gesundheitsreform ist, dass am Ende mehr als 30 Millionen unversicherte US-Bürger eine Krankenversicherung bekommen. Kernstück der Reform ist die Pflicht, ab dem Jahr 2014 eine Versicherung abzuschließen. Das Zeitfenster für den Erwerb einer Police schließt sich am 31. März, danach droht eine Strafzahlung.

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