Alex Jones, Betreiber von infowars.com

© REUTERS/LUCAS JACKSON

US-Wahl
10/11/2016

Trump-Fan Alex Jones: "Clinton von Dämonen besessen"

Der Verschwörungstheoretiker Alex Jones hat eine beängstigende Nähe zu Donald Trump.

Wer zu viel Zeit rund um Hillary Clinton verbringt, bekommt Alpträume. Und nicht nur das, sie stinkt auch abscheulich nach Schwefel, das haben ihm Menschen erzählt, die ihr nahestehen. Sie rieche, wie es in der Hölle riecht. Und was auch auffällig ist: Sobald sich eine Fliege im selben Raum wie Barack Obama befindet, landet sie zielsicher auf ihm und nur auf ihm. Warum? Ganz einfach: Weil sie beide von Dämonen besessen sind, und sobald Clinton gewählt ist, würde sie den Planeten zerstören.

Das Gebrabbel eines Verrückten? Ja und nein. Alex Jones, von dem all diese Einschätzungen, Clinton und Obama betreffend stammen, ist ein bekannter US-amerikanischer Verschwörungstheoretiker. Mit seiner Seite infowars.com erreicht er rund 6,5 Millionen Menschen pro Monat, zudem hat er eine Radioshow, die rund zwei Millionen Menschen pro Woche erreicht.

Trump an Jones: „großartige Reputation“

Er glaubt, dass Barack Obama in Wahrheit ein Moslem ist, die USA die Anschläge von 9/11 selbst verübt haben und so ziemlich jede andere Verschwörungstheorie, die im Internet existiert. Und: Er unterstützt die Präsidentschaftskandidatur von Donald Trump. Nun kann sich ein Kandidat natürlich nicht aussuchen, wer seine Fans sind, aber bei Trump ist die Wertschätzung eine gegenseitige.

2015 war er zu Gast bei Jones‘ Radioshow und richtete ihm aus, „eine großartige Reputation“ zu haben; immer wieder verlinkt Trump auf Jones‘ Seite. Und Trumps Vertrauter Roger Stone, der bis August 2015 offiziell für Trumps Kampagne tätig war, gilt als Freund von Alex Jones. Stone wurde von den Sendern CNN und MSNBC verbannt, nachdem er eine CNN-Moderatorin auf Twitter als „fat negro“ und „stupid negro“ bezeichnete.

Zudem steht er hinter der Pro-Trump-Bewegung „Stop The Steal“, die „Tage des Zorns“ angekündigt hatte, sollte Trump nicht zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gekürt werden. Wie Jones glaubt auch er an verschiedenste Verschwörungstheorien, wie etwa dass der ehemalige Präsident Lyndon B. Johnson nicht nur an der Ermordung von John F. Kennedy, sondern auch an der von sechs weiteren Personen beteiligt war.

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