epa03812280 Turkish riot police use water cannon to disperse protesters during an anti government protest at the Taksim Square in Istanbul, Turkey, 03 August 2013. EPA/TOLGA BOZOGLU

© APA/TOLGA BOZOGLU

Proteste in Istanbul
08/03/2013

Tränengas auch gegen Touristen

Mitten in der Fußgängerzone ging die türkische Polizei gewaltsam gegen Demonstranten vor. Unbeteiligte klagten über Reizungen der Augen und der Atemwege.

Im Stadtzentrum von Istanbul ist die türkische Polizei erneut gewaltsam gegen friedliche Demonstranten vorgegangen. Die Sicherheitskräfte setzten am Samstagabend auf der Einkaufsstraße Istiklal Caddesi inmitten von Passanten und ausländischen Touristen Wasserwerfer und Tränengas ein, wie Augenzeugen berichteten. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt, darunter drei Journalisten. Dutzende weitere wurden festgenommen worden.

Hunderte Menschen hatten sich in der Fußgängerzone in der Nähe des Taksim-Platzes zu regierungsfeindlichen Protesten versammelt. Die Menge skandierte Parolen wie "Gemeinsam gegen Faschismus" und "Das ist keine Revolte, das ist eine Bewegung für unsere Freiheiten".

Zahlreiche Passanten applaudierten den Demonstranten, die in Sprechchören weiteren Widerstand gegen die Regierung ankündigten. Demonstranten und Unbeteiligte klagten nach dem Gas-Einsatz der Polizei über Reizungen der Augen und der Atemwege.

Die Polizei hatte zuvor den Gezi-Park am Taksim-Platz abgeriegelt. An Plänen, die Grünfläche am Taksim-Platz zu bebauen, hatten sich die landesweiten Proteste Ende Mai entzündet. Inzwischen richten sie sich vor allem gegen die islamisch-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der keinerlei Bereitschaft zum Dialog zeigt. Die landesweiten Demonstrationen sind zwar abgeflaut, flammen aber vor allem in der Millionenmetropole Istanbul sporadisch wieder auf.

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