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Politik Ausland

Spion im BND sollte Position von ukrainischen Waffen liefern

Festgenommener BND-Mitarbeiter sollte laut Spiegel Positionsdaten von Artillerie- und Flugabwehrstellungen der ukrainischen Armee beschaffen.

02/17/2023, 12:04 PM | Aktualisiert am 02/17/2023, 01:57 PM

Der Fall des mutma├člichen Spions beim deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) ist offenbar brisanter als bisher bekannt. Der russische Geheimdienst FSB habe im Herbst versucht, ├╝ber den mittlerweile festgenommenen BND-Mitarbeiter Carsten L. Positionsdaten von Artillerie- und Flugabwehrstellungen der ukrainischen Armee zu beschaffen, berichtete der "Spiegel" am Freitag.

Dabei sei es um den Himars-Mehrfachraketenwerfer der USA und das deutsche Luftabwehrsystem Iris-T gegangen.

Den Ermittlungen zufolge beauftragte der FSB den BND-Agenten ├╝ber den Mittelsmann Arthur E., beim BND m├Âglichst exakte GPS-Daten zu beiden Waffensystemen abzusch├Âpfen und zu ├╝bergeben, hie├č es in dem Bericht. Mit dem Fall vertraute Personen sagten dem Magazin, es sei aber eher unwahrscheinlich, dass solche Daten weitergereicht worden seien.

Der mutma├čliche Auftrag spiegelt dem Bericht zufolge die Situation an der Front wider. Im Herbst waren der ukrainischen Armee spektakul├Ąre Gel├Ąndegewinne gelungen - auch dank der Raketenwerfer.

Generalbundesanwalt Peter Frank ermittelt gegen L. und E. wegen des Verdachts des Landesverrats. Beide sitzen in Untersuchungshaft. E. soll bei zwei Treffen in Moskau geheimes Material des BND an den FSB ├╝bergeben haben, das L. bei seinem Arbeitgeber beschafft hatte.

Die russische Seite habe die mutma├čliche Spionage wom├Âglich f├╝rstlich entlohnt, berichtete der "Spiegel". Ermittler h├Ątten in einem Schlie├čfach von Carsten L. in Umschl├Ągen eine sechsstellige Bargeldsumme gefunden. E. soll diese Umschl├Ąge vom FSB entgegengenommen und L. ├╝bergeben haben.

Vertreter des BND gingen davon aus, dass der FSB L. langfristig an sich binden wollte. L.s Verteidiger Marvin Schroth wollte sich laut "Spiegel" auf Anfrage nicht ├Ąu├čern, E.s Anwalt lie├č demnach eine Anfrage unbeantwortet. Auch Bundesanwaltschaft und BND h├Ątten eine Reaktion abgelehnt.

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