Nach Götterdämmerung für Trump nun auch eine für Biden?

Nach Götterdämmerung für Trump nun auch eine für Biden?
Wenn Ron DeSantis bei den Republikanern in den Präsidentschaftsring steigt, könnte sich auch Joe Biden genötigt sehen, jemandem Jüngeren Platz zu machen

Pete Buttigieg ist 40. Er könnte es tun. Aber der immer noch bubenhaft dreinschauende Transport- und Infrastruktur-Minister im Kabinett des amerikanischen Präsidenten ist zu anständig, um Joe Biden auf ein dräuendes Dilemma zu stoßen: Denn sollte die bei den Republikanern nach den „Midterms“ begonnene Götterdämmerung von Donald Trump für die Wahl 2024 den Weg ebnen für den jungen Shooting-Star aus Florida, Gouverneur Ron DeSantis, dann käme der 46. Präsident der USA spätestens bei den traditionellen TV-Rede-Duellen in eine beklemmende Situation: Opa meets Enkel. Biden wäre im nächsten Wahlkampf fast 82, DeSantis gerade einmal 46.

Weil Amerika das Alter wertschätzt, aber noch mehr das Aufbruchsversprechen der Jugend, könnte Bidens kumulierte Lebensweisheit spätestens dann zum Handicap werden. Eine Verjüngungskur bei den Republikanern, sagen Beobachter in der Washingtoner Politik-Blase darum, könnte schon im kommenden Jahr dringlich werden, wenn in beiden Parteien das echte Warmlaufen für die Kandidatur 2024 beginnt.

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