Lobby-Skandal: Die peinliche Rückkehr des David Cameron

Konservativer britischer Ex-Premier David Cameron
Der konservative britische Ex-Premier hat verhängnisvolle SMS geschrieben. Seine Lobby-Affäre wirft lange Schatten auf Johnsons Regierung

Als Hauptfigur in einem britischen Wirtschafts- und Polit-Krimi ist der konservative Ex-Premier David Cameron zurück im Rampenlicht. Und er wirft einen langen Schatten auf den aktuellen Amtsinhaber und Parteikollegen Boris Johnson.

Das erfolgreiche Vakzin-Programm und Englands Corona-Lockerungen haben Johnson zu einem Impfbonus verholfen. Aber seit Tagen dreht sich in London alles um einen potenziellen Lobbying-Skandal, bei dem Cameron, die insolvente Finanzfirma Greensill Capital und Minister die Hauptrollen spielen.Für die Opposition ist das Teil eines stimmigen Bildes der „Kumpelherrschaft“ der konservativen Tories. Sie hatten zu Beginn der Pandemie Milliarden-Aufträge für Masken und anderes ohne Ausschreibung an Spender und Freunde verteilt. Dann geriet Johnson wegen der Renovierung seiner Amtswohnung in die Kritik; es wird geprüft, ob Partei-Spenden verwendet wurden. Und nun das Lobbying-Pulverfass.

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