© APA/AFP/JORGE GUERRERO

Politik Ausland
05/04/2020

Langsam lockert das Virus weltweit seinen Griff

Während ganz Spanien auf den Beinen zu sein scheint, drücken israelische Kinder wieder die Schulbank, in Deutschland wird gebetet.

Die erste Lockerung der Ausgangssperre für Freizeitaktivitäten nach 48 Tagen hat überall im Corona-Hotspot Spanien für Partystimmung und volle Straßen gesorgt. Noch bis kurz vor Mitternacht strömten die Menschen am Samstag zahlreich und ausgelassen ins Freie. Erstmals seit Mitte März durften die knapp 47 Millionen Bürger aus dem Haus, um spazieren zu gehen oder Sport zu treiben.

Strandpromenaden wie das Paseo Marítimo in Barcelona füllten sich schon frühmorgens mit Radfahrern, Joggern und Spaziergängern.

Selbst in weniger dicht besiedelten, sonst eher ruhigen Gebieten wie der nordwestlich von Madrid gelegenen Region Kastilien und León war am Samstag bei sommerlichen Temperaturen der Teufel los. „Heute joggen viele, die vorher noch nie in ihrem Leben gelaufen sind“, mutmaßte die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado, die ob der Menschenansammlungen „schon erschrocken“ war.

Strenge Zeitregeln

Viele Bürger waren sehr früh aufgestanden. Denn neben örtlichen Beschränkungen und strengen Regeln gibt es zum Genuss der „neuen Freiheit“ auch Zeitfenster. Die meisten Erwachsenen und Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren dürfen nur zwischen 06.00 und 10.00 sowie zwischen 20.00 und 23.00 Uhr aus dem Haus.

Auch Israel hat mit der schrittweisen Öffnung der Schulen begonnen. In den Volksschulen wurden am Sonntag die ersten bis dritten Klassen geöffnet.

Den offiziellen Vorgaben zufolge dürfen sich nur bis zu 17 Schüler in einer Klasse aufhalten. Eltern und Lehrer müssen vor dem Unterricht eine Gesundheitserklärung unterzeichnen, am Schuleingang wird außerdem Fieber gemessen. Masken müssen die Schüler nur auf dem Schulweg und in den Pausen tragen. An jedem Tisch im Klassenraum soll nur ein Kind sitzen und es soll ein Sicherheitsabstand eingehalten werden. So locker geht es bei Israels Erzfeind, dem Iran noch nicht zu, jedoch werden ab heute, Montag, in 132 Städten die Moscheen unter Beachtung der Hygienerichtlinien wieder eröffnet. Auch die Freitagsgebete sollen dort wieder stattfinden können.

Kölner Dom geöffnet

Gebetet wurde am Sonntag auch wieder in Deutschland: Im Kölner Dom fand der erste öffentlichen Gottesdienst seit dem 14. März statt. Zugelassen waren lediglich 122 Teilnehmer, die im Abstand von zwei Metern auf den Kirchenbänken saßen. Punkte auf dem Boden wiesen den Gläubigen den Weg durch die Kathedrale, damit die geforderten Abstände eingehalten wurden. Auf gemeinsamen Gesang wurde verzichtet.ArAr

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