Kampf ums Mittelmeer: Warum Erdoğan in die Offensive geht

Kampf ums Mittelmeer: Warum Erdoğan in die Offensive geht
Brisant: Türkei startete Manöver vor Zypern, Frankreich schickte Kriegsschiffe. Gasstreit wird zum politischen Powerplay.

Kampfflugzeuge, Kriegsschiffe, Kampfdrohnen, U-Boote, Hubschrauber sowie Soldaten aus der Türkei und dem türkischen Teil Zyperns – es ist eine beeindruckende Machtdemonstration, die Tayyip Erdoğan seit Montag inszeniert. „Mittelmeersturm“ nennt sich das viertägige Großmanöver, mit dem der türkische Präsident die Ansprüche seines Landes auf Gasvorkommen unter dem Meeresboden untermauern will. Es handelt sich aber auch um ein geopolitisches Powerplay.

Was ist der Ausgangspunkt des Konfliktes?

Erdoğan beansprucht Gebiete vor Zypern und damit verbundene Gasfelder für sich. Begründet wird das mit dem türkischen Festlandsockel, der bis dorthin reiche. Neu dazu gekommen sind nun auch Zonen südlich der griechischen Insel Kreta – nach einem türkisch-libyschen Deal (siehe nächste Frage). Für Athen ist das ein No-Go.

Kommentare