Hungerstreik und Angst: So leben Weißrussen im Exil

Hungerstreik und Angst: So leben Weißrussen im Exil
Proteste vielerorts in Polen. Auch die Exilgemeinde lebt in Angst vor dem Regime.

„Wir hungern für die Unterstützung der Weißrussen“ steht auf handgeschriebenen Lettern, geklebt auf die Glasfront des Büros der EU-Kommission im Zentrum Warschaus. Stanislawa Glinnik und Baschena Glimowitsch sind zwei der jungen Weißrussinnen, die ihren Hungerstreik erst beenden wollen, „wenn die EU Wirtschaftssanktionen einführt“, wie Passanten erklären.

Anlass: die spektakuläre Verhaftung von Roman Protassewitsch. Am Sonntag zwang eine weißrussische MIG-29 das Ryanair-Flugzeug, mit dem regimekritischen Journalisten an Bord, auf seiner Strecke von Athen nach Vilnius zur Landung in Minsk. Am Donnerstag berieten die EU-Außenminister über mögliche weitere Sanktionen.

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