Finnlands Regierung: Nicht mal zwei Wochen im Amt und schon am Wackeln

Finnlands Regierung: Nicht mal zwei Wochen im Amt und schon am Wackeln
Nachdem am Freitag der Wirtschaftsminister zurücktrat, gibt es nun Vorwürfe gegen eine weitere Ministerin der rechten Basisfinnen.

Vor nicht einmal zwei Wochen, am 20. Juni, wurde die finnische Mitte-rechts-Regierung angelobt. Zehn Tage nach dem Amtsantritt verlor der konservative Ministerpräsident Petteri Orpo bereits sein erstes Kabinettsmitglied: Wirtschaftsminister Vilhelm Junnila von der rechtspopulistischen Partei der Basisfinnen. Er trat am Freitag im Zuge eines Skandals um seine Kontakte in die rechtsextreme Szene und aufgrund in der Vergangenheit getätigte, äußerst schwierige Aussagen zurück. So machte er etwa Hitler-Witze und forderte Abtreibungen in Afrika, um das Klimaproblem zu lösen.

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Die Reaktion von Regierungschef Orpo zum Rücktritt: Es sei „ganz klar“, dass „jegliches Flirten“ eines Ministers mit Extremismus, Nationalsozialismus oder Antisemitismus inakzeptabel sei, dafür gebe es „null Toleranz“. Damit ist es aber nicht getan – die Rechten und ihre sieben Minister sorgen mit der Beteiligung an der frisch geschlossenen Koalition für weitere Spannungen.

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