EU-Kommission: Gas- und Öl-Versorgung durch Iran-Krieg nicht in Gefahr

Die Speicherstände in der EU sind bei rund 30 Prozent.
++ THEMENBILD ++ IRAN-KRIEG MACHT ÖL TEURER - ERDÖLPUMPE

Die Europäische Kommission sieht infolge des Iran-Kriegs die Versorgung mit Öl und Gas nicht unmittelbar gefährdet. Bezüglich der Gasversorgung bestehe derzeit keine Sorge vor einem Engpass, äußerte die Behörde einer EU-Beamtin zufolge beim Treffen einer Expertengruppe. Allerdings werde die Lage engmaschig bewertet. Die Speicherstände in der Staatengemeinschaft seien stabil bei rund 30 Prozent, in den letzten Tagen seien keine größeren Entnahmen verzeichnet worden.

Die USA blieben weiterhin der größte LNG-Lieferant für Europa, diese Lieferungen seien von der Lage im Nahen Osten nicht betroffen. Insgesamt sei Europa viel breiter aufgestellt als noch vor ein paar Jahren.

Ebenso kam die Öl-Expertengruppe der EU zusammen. Auch hier sieht die Europäische Kommission einer EU-Beamtin zufolge bisher keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit, aber die indirekten Auswirkungen auf die Preise könnten erheblich sein. Hauptsorgen seien die Preisentwicklung und die Dauer der aktuellen Situation: Kurzfristige Hindernisse beim Transport seien relativ leicht zu bewältigen, aber wenn die Lage über einen längeren Zeitraum anhalte, könnten Versorgungsrisiken und höhere Preise entstehen. Derzeit würden grundsätzlich 9 Prozent des Rohöls für die EU durch die Straße von Hormus transportiert, die derzeit aber de facto geschlossen sei. 40 Prozent der EU-Importe von Diesel und Flugtreibstoff passierten diese Route.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Iran-Krieg

Lesen Sie hier unsere aktuellen Meldungen zum Iran-Krieg

Das US-Militär habe den Offizier in "einer der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten" gerettet.
Weiterlesen
Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
Weiterlesen
Die Gefangennahme von US-Soldaten wäre ein Propagandaerfolg für Teheran.
Weiterlesen
Der Iran-Krieg verursacht hohe Giftstoffmengen. Das Grund- und Trinkwasser sind langfristig gefährdet. Die Schadstoffe verteilen sich über hunderte Kilometer.
Weiterlesen
Eine weitere Eskalation durch die USA könnte den Krieg gegen den Iran noch verschärfen. Die Politologin Diba Mirzaei warnt vor den Folgen – und erklärt, warum das Regime trotz allem an Stärke gewinnt.
Weiterlesen

Kommentare