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Politik Ausland
05/07/2020

Ein bayrischer Kanzler? Söder ist beliebt wie nie

Tolle Umfragewerte: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder liegt in der "K-Frage" deutlich voran.

Eine große Mehrheit der Anhänger der regierenden deutschen Unionsparteien hält den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für einen guten Kanzlerkandidaten. Mit einem Wert von 67 Prozent liegt der CSU-Chef im am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend deutlich vor den drei Bewerbern um den CDU-Vorsitz.

Ex-Unions-Fraktionschef Friedrich Merz liegt demnach bei 44 Prozent, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet bei 29 Prozent und der Ex-Umweltminister Norbert Röttgen bei 18 Prozent. Die drei Politiker kandidieren für die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und wollen in dieser Funktion auch der mit dem Ende der Legislaturperiode ausscheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel nachfolgen. Allerdings ist dafür eine Verständigung der beiden Schwesterparteien CDU und CSU erforderlich.

Auch in der Gesamtbevölkerung liegt Söder bei der "K-Frage" deutlich vorne. So halten 53 Prozent aller Befragten ihn für einen guten Kanzlerkandidaten, um 22 Prozentpunkte mehr als bei der bisher letzten Umfrage im Februar. Ex-Unionsfraktionschef Merz halten 33 Prozent der Deutschen für einen guten Kanzlerkandidaten von CDU und CSU. Laschet kommt auf 27 Prozent und Röttgen auf 21 Prozent. Infratest dimap befragte am 4. und 5. Mai 1003 Wahlberechtigte.

Verluste für Grüne

Der Deutschlandtrend bestätigte zugleich den Höhenflug der Unionsparteien in den Umfragen. CDU/CSU liegen demnach bei 39 Prozent, um fünf Prozentpunkte mehr als im April. Es handelt sich um den besten Wert seit August 2017.

Die Grünen verlieren dagegen vier Punkte auf 18 Prozent, ihren schlechtesten Wert seit Oktober 2018. Sie liegen damit noch vor der SPD, die unverändert auf 16 Prozent käme. Die AfD verliert einen Punkt auf neun Prozent, während die Linke einen Punkt auf acht Prozent zulegt. Die FDP blieb bei fünf Prozent.