Donald Trump, der lebensgefährliche Präsident

Donald Trump, der lebensgefährliche Präsident
Donald Trump ist wieder im Weißen Haus. Er will trotz Corona-Erkrankung so schnell wie möglich zurück in den Wahlkampf.

Unsensibler geht es nicht. Donald Trump hat unter dem Siegel exzellenter Hochleistungsmedizin 72 Stunden behütete Corona-Luft im Elite-Krankenhaus geschnuppert. Danach schwadroniert er von seinen Erfahrungen wie ein begeisterter Rentner nach dem ersten Abenteuer-Urlaub mit wilden Bären in Alaska.

„Habt keine Angst vor Corona”, sagte der Präsident an sein Volk gerichtet, bevor er am Montagabend inszeniert wie bei seinem eigenen Staatsbesuch im Hubschrauber vor dem Weißen Haus landete, „lasst nicht zu, dass das Virus euer Leben beherrscht.” Lebensfremder, gefühlskälter und deplatzierter hätten seine Sätze nicht ausfallen können.

 

210.000 Amerikaner wollten nicht zulassen, dass das Coronavirus ihr Leben beherrscht. Geschweige denn, dass es ihr Leben beendet.

7,4 Millionen Amerikaner (Tendenz steigend) hätten gerne darauf verzichtet, sich überhaupt mit einem Virus anzustecken, das erst durch Trumps fahrlässig schlechtes Management in der Frühphase der Pandemie rasende Verbreitung fand im Land der Freien und Mutigen. Das Mindeste, was ein unter dubiosen Umständen vorübergehend wiederhergestellter Präsident hätten bekunden müssen, sind Reue und Scham.

Kommentare