Corona-Lockdown: Deutschland sucht nach Ausstiegsfahrplan

Corona-Lockdown: Deutschland sucht nach Ausstiegsfahrplan
Schulöffnungen mit Maskenpflicht? Die Debatte um Corona-Lockerungen ist in vollem Gange – Kanzlerin und Länderchefs wollen nun beraten.

Lilli, Mattis, Lasse + Eltern finden es "doof", dass ihr Spielplatz gesperrt ist – so steht es mit Straßenmalkreiden auf den Asphalt geschrieben. Hinter den Absperrbändern stehen Rutschen, Sandkästen, Schaukeln – seit Wochen verwaist. Genauso wie Biergärten und Lokale. In der Stadt, die gerne ohne Regeln auskommt, hat man sich strenge Auflagen verordnet. Bisher haben sich auch viele daran gehalten, die Berliner Polizei zieht eine durchaus positive Bilanz. Doch je schöner das Wetter wird, desto mehr Menschen zieht es nach draußen, wie an diesem Osterwochenende.

Der Treptower Park war mit Familien, Paar- und Solo-Spazierern so voll, dass Abstand halten kaum möglich war. In Neukölln feierte eine Gruppe in Hasenkostümen – nicht die einzige Party. "Wenn ein Mädchen zusammen mit 31 Gästen in seinen 16. Geburtstag reinfeiert und die eigene Mutter offenbar für diesen Zweck kurzfristig ein 2,5-Zimmer-Apartment angemietet hat, kommen wir leider nicht nur zum Gratulieren vorbei“, twitterte die Berliner Polizei mit dem Hinweis, bitte daheim zu bleiben.

Doch viele Deutschen sind wieder öfter unterwegs, berichtet etwa der Spiegel in seiner Onlineausgabe und beruft sich auf die anonyme Auswertung von Handydaten der Firma Teralytics. Waren Ende März, also zu Beginn der Einschränkungen, deutschlandweit noch um 37 Prozent weniger Menschen unterwegs, waren es an diesem Samstag nur noch minus 27 Prozent und am warmen Ostersonntag sogar minus 22 Prozent, heißt es.

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