Politik | Ausland
03.03.2013

Bombenanschlag: Mehr als 20 Tote

Die Millionenmetropole Karachi wird von einer Welle der Gewalt erschüttert.

In der pakistanischen Millionenmetropole Karachi sind am Sonntag durch einen Bombenanschlag 23 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Polizeisprecher Ghulam Shabir Sheikh sagte, auf Anhieb sei nicht zu erkennen, wem der Anschlag gegolten habe. Zwei Wohngebäude wurden schwer beschädigt. Die Explosion erschütterte ein Wohnviertel, in dem vorwiegend Angehörige der schiitischen Minderheit leben.

Ein anderer Polizeisprecher sprach von 20 Toten und mehr als 90 Verletzten. Unter den Trümmern eines zerstörten Hauses würden noch weitere Opfer vermutet.

Parlamentswahlen im Mai

In der Wirtschaftsmetropole Karachi leben rund 18 Millionen Menschen. Im vergangenen Jahr wurde die Hafenstadt im Süden des Landes von einer Serie von Gewalttaten erschüttert. Dabei wurden nach einer Zusammenstellung der unabhängigen Pakistanischen Menschenrechtskommission fast 3.000 Menschen getötet. Im Mai sind in Pakistan Parlamentswahlen geplant.

In den vergangenen Wochen bekannte sich die Terrorgruppe Lashkar-e-Jhangvi zu mehreren Attentaten in Pakistan. Schiiten stellten etwa 20 Prozent der 180 Millionen Pakistanis und werden immer wieder zum Ziel sunnitischer Terroranschläge. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch verzeichnete im vergangenen Jahr mehr als 400 Schiiten, die bei "gezielten Angriffen" in Pakistan getötet wurden.