Präsident Barack Obama

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USA
08/02/2016

Obama: Trump als Präsident "nicht geeignet"

"Es muss ein Punkt kommen, wo man sagt: Jetzt reicht es", sagt der amtierende US-Präsident.

US-Präsident Barack Obama hat dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump Untauglichkeit für das Amt als Staatsoberhaupt attestiert. Trumps Äußerungen über die Familie eines im Irak getöteten muslimischen US-Soldaten zeigten, dass er für den Posten gänzlich "ungeeignet" sei, sagte Obama am Dienstag in Washington.

Das belege auch seinen Mangel an Verständnis für schwierige Fragen. "Es muss ein Punkt kommen, an dem man sagt: genug", sagte der Demokrat Obama vor Journalisten. An die Adresse der Republikaner, die Trump wegen seiner Äußerungen kritisierten, sagte Obama: "Warum unterstützt ihr ihn immer noch?"

"Was sagt das über diese Partei aus, wenn er die Führungsfigur ist?" sagte Obama. "Da muss ein Punkt kommen, wo man sagt, wer solche Aussagen macht, der hat nicht die Urteilskraft und nicht den Charakter, die mächtigste Position der Welt auszuüben."

Scharfe Kritik an Trump

Auch aus Trumps eigenen Reihen hagelte es scharfe Kritik, allen voran vom prominenten Senator John McCain. "Unsere Partei mag ihm die Nominierung gewährt haben, aber das gibt einem nicht einen Freibrief dafür, diejenigen zu diffamieren, die zu unseren Besten gehören", erklärte der Vietnam-Veteran im Kongress. Trump hatte McCain selbst im Vorwahlkampf kritisiert, weil dieser in Kriegsgefangenschaft geraten war.

Der Hintergrund: Trump ist die Eltern des vor zwölf Jahren bei einem Bombenanschlag getöteten Hauptmanns Humayun Khan nach deren Auftritt auf dem Parteitag der Demokraten scharf angegangen. Khizr Khan hatte in einer Rede Trump für dessen Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime kritisiert und ihm nahegelegt, einen Blick in die Verfassung zu werfen.

Trump reagierte empört und sagte, er sei bösartig attackiert worden. Auch hob er darauf ab, dass die Mutter Ghazala Khan während der Rede geschwiegen habe, weil es ihr wohl nicht erlaubt worden sei selbst zu sprechen. Am Montag beschwerte er sich via Twitter über die Berichterstattung der Medien. Khizr Khan gebe überall Interviews. Dabei müsse es doch um "radikalen islamistischen Terrorismus" gehen.

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