70.000 Häuser nach Überschwemmungen in Thailand unter Wasser

Mehrere Menschen mit Gesichtsmasken sitzen oder stehen in einem Raum mit Unordnung.
Es herrscht Sorge um Bangkok und die alte Königsstadt Ayutthaya. So schlimm wie 2011 dürften die Flutmassen aber nicht sein.

Nach schwerem Monsunregen in Thailand stehen vor allem in den Zentralregionen mindestens 70.000 Häuser unter Wasser. Betroffen sind bisher 30 Provinzen, darunter vor allem die historische Region Sukhothai 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bangkok.

Zwar seien die wichtigsten Touristenattraktionen bisher verschont geblieben, jedoch habe Tropensturm Dianmu die meisten Zufahrtswege verwüstet, zitierte die Zeitung Bangkok Post am Donnerstag örtliche Reiseveranstalter.

Wegen des steigenden Pegels des mächtigen Flusses Chao Phraya, der auch durch Bangkok fließt, werden weitere Überschwemmungen befürchtet.

Ein Junge steht bis zum Hals im überfluteten Wasser vor einem Haus.

Ein Junge sitzt in einem roten Boot vor einem überfluteten Gebäude, während andere Personen auf der Treppe sitzen.

Eine Menschenmenge steht auf einem erhöhten Steg im überfluteten Gebiet vor dem Siam River Resort.

Eine Person watet durch das Hochwasser vor einem buddhistischen Tempel.

Helfer evakuieren Menschen aus einem überfluteten Gebiet in Thailand.

Helfer evakuieren Menschen durch das hochwasserführende Wasser in einer überfluteten Straße.

Ein blaues Haus ist von braunem Hochwasser umgeben, ein Mann fährt mit einem Floß durch das Wasser.

In verschiedenen Orten des Einzugsgebiets, darunter in Bangkok und in der alten Königsstadt Ayutthaya, versuchten Helfer wichtige Gebäude mit Sandsäcken zu schützen. Ayutthaya mit seinem Geschichtspark, einer archäologischen Stätte mit Palästen, buddhistischen Tempeln, Klöstern und Statuen, ist eine der größten Touristenattraktionen des Landes.

Angst vor Fluten wie 2011

Die Behörden teilten inzwischen mit, es sei keine Wiederholung der verheerenden Überflutungen von 2011 zu befürchten. Im Vergleich zu damals sei der Wasserstand in den vier größten Staudämmen des Landes viel niedriger, teilte das königliche Bewässerungsamt mit. "Die Leute müssen keine Panik haben", sagte Pakorn Ataphant von der Agentur für Geoinformatik.

Bei den Überschwemmungen vor zehn Jahren hatten Wassermassen weite Landstriche, Industrieparks mit Hunderten Fabriken und Teile Bangkoks überflutet. Viele Fabriken blieben wochenlang geschlossen. Mehr als 800 Menschen kamen ums Leben.

Kommentare