Politik | Ausland
16.11.2017

3,4 Millionen: Neuer Rekord an Aufenthaltstiteln in der EU

Gegenüber dem Jahr 2015 gibt es eine Steigerung von rund 30 Prozent. Die meisten Aufenthaltstitel erteilte Großbritannien. In Österreicht kam es zu einem leichten Rückgang.

Die EU hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord an erstmaligen Aufenthaltstiteln für Bürger aus Drittstaaten erreicht. Die meisten der 3,4 Millionen Genehmigungen ergingen wie bereits im Jahr zuvor an Ukrainer. 2015 hatte die Gesamtzahl lediglich 2,6 Millionen betragen - das bedeutet einen Anstieg von rund 30 Prozent.

Ein Aufenthaltstitel ist jegliche Art der Genehmigung, welche mindestens drei Monate gültig ist und von den Behörden der Mitgliedsländer für einen Nicht-EU-Bürger für einen legalen Aufenthalt auf dem nationalen Staatsgebiet ausgestellt wird.

Leichter Rückgang in Österreich

Für Österreich wurden im vergangenen Jahr 50.066 erstmalige Aufenthaltstitel verzeichnet. Dabei lagen Syrer mit 8.391 vor Serben (5.018). Österreich verzeichnete damit gegenüber 2015 mit 51.282 Titeln einen leichten Rückgang.

In absoluten Zahlen lag Großbritannien mit 865.900 erteilten Aufenthaltstiteln an der Spitze der EU. Dann folgen Polen (586.000), Deutschland (504.800), Frankreich (235.000), Italien (222.400), Spanien (211.500) und Schweden (146.700). Im Verhältnis zur Bevölkerung verzeichnete Malta mit 20,6 Prozent den höchsten Anteil - allerdings waren es in absoluten Zahlen nur 8.995 und damit die sechstniedrigste Zahl in der EU.