© IAKW-AG/Ludwig Schedl

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05/11/2021

Wie die Bundesländer die neue Test-Lawine ab 19. Mai stemmen wollen

Wohnzimmertests sollen verstärkt zum Einsatz kommen. Mehrere Länder könnten "Alles gurgelt" übernehmen.

von Christian Willim, Paul Haider, Andreas Puschautz, Elisabeth Holzer, Anja Kröll, Petra Stacher

Geimpfte brauchen sich ab 19. Mai nicht mehr den Kopf zerbrechen, wie sie beim Wirt oder bei Veranstaltungen reinkommen – sofern ihr erster Stich bereits drei Wochen zurückliegt. Eine innerhalb der vergangenen sechs Monate überstandene Covid-Infektion gilt ebenso als Freibrief.

Alle anderen müssen sich hingegen für den Zutritt um einen negativen Corona-Test kümmern. Wer sich an die langen Schlangen erinnert, die im Februar vor den Testzentren entstanden sind, dem schwant Übles.

Bei den damaligen Öffnungsschritten wurden erstmals Zutrittstests erprobt, ohne die es seither keinen Termin beim Friseur gibt. Nun gilt die Vorgabe auch für Gastronomie, Hotellerie und bei Veranstaltungen. Entsprechend groß dürfte der Ansturm auf das öffentliche Testangebot werden.

Bleibt die Frage, wie gut die Länder vorbereitet sind. „Das Testangebot wird laufend weiterentwickelt und ausgebaut“, heißt es dazu aus dem Büro von VP-Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß in der Steiermark. Nähere Details soll es am Mittwoch geben. Das Land Oberösterreich will am Dienstag sein Testangebot präsentieren.

250.000 Tests möglich

In Wien sieht man sich bereits gerüstet und setzt hier vor allem auf die PCR-Gurgeltests, die über Geschäfte kostenlos bezogen werden können. „Die Kapazitäten bei ,Alles gurgelt’ liegen aktuell bei 250.000 Tests pro Tag“, heißt es auf Anfrage im Büro von SP-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Zum Vergleich: in der Vorwoche wurden über dieses kostenlose Angebot 35.700 PCR-Tests pro Tag abgewickelt.

Das Gurgel-Modell könnte auch in anderen Bundesländern Schule machen. In OÖ prüft der Krisenstab den Einsatz. In der Steiermark befindet sich ein Pilotprojekt hingegen bereits in der Vorbereitungsphase.

Nicht abgeneigt zeigt man sich auch in Kärnten. Dort sind Klagenfurt und Völkermarkt als Testregionen vorgesehen. Für den Testansturm ab 19. Mai sieht sich das Land aber bereits jetzt vorbereitet.

Wohnzimmertests für die Burgenländer

Das Burgenland will verstärkt auf Wohnzimmertests setzen, um der zu erwartenden, hohen Nachfrage zur Gastro-Öffnung gerecht zu werden, heißt es aus dem Büro von SP-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Demnach soll jeder Burgenländer künftig pro Monat zehn kostenlose Selbst-Tests erhalten. Über eine Internet-Plattform können diese für 24 Stunden als Eintrittstests gültig gemacht werden.

Ein ähnliches System wurde bereits in der Modellregion Vorarlberg erprobt, war aber dort nicht der große Renner. Im Ländle liegen vor allem die Teststraßen sowie die Option, dort überwachte Selbsttests machen zu können, hoch im Kurs.

Diese Option wird auch in Tirol geprüft. Vorerst verweist man aber auf „eines der dichtesten Testnetze Österreichs“. Aus Niederösterreich tönt es ähnlich.

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