über die Wohnungsnot in Großbritannien
01/07/2017

Gartenstadt

Die wöchentliche Kolumne von Ulla Grünbacher.

von Ulla Grünbacher

Durch das "Right to buy" wurden dem Markt laufend günstige Objekte entzogen, chronische Wohnungsknappheit ist die Folge

Mag. Ulla Grünbacher | über die Wohnungsnot in Großbritannien

Großbritannien führt seit Jahren unangefochten die Liste der Länder mit den teuersten Immobilien an. Ein Grund dafür ist das „Right to buy“, das unter der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher eingeführt wurde. Es hat Mietern von geförderten Wohnungen jahrzehntelang erlaubt, diese nach einiger Zeit zu erwerben. Dadurch wurden dem Markt laufend günstige Objekte entzogen, chronische Wohnungsknappheit ist die Folge. Nun ist eine Lösung für das Problem in Sicht: 17 Gartenstädte nach dem historischen Vorbild Ende des 19. Jahrhunderts werden errichtet, kündigte der britische Wohnungsbauminister Gavin Barwell an. Um dies möglich zu machen, werden Grünflächen an verschiedenen Orten im Königreich in Bauland umgewidmet und staatliche Fördermittel bereitgestellt. 200.000 neue Häuser, umgeben von großzügigen Gärten und Beeten, sind geplant. Ziel ist es, dass sich die Bewohner durch selbst gezogenes Obst und Gemüse zum Teil selbst versorgen können. Doch auch wenn der Bau der ersten Häuser in Kürze startet, kommen die Wohnungen frühestens in drei Jahren auf den Markt und die neuen Bewohner können einziehen. Bis dahin heißt es weiterhin "bitte warten" auf eine Besserung am angespannten britischen Wohnungsmarkt. ulla.gruenbacher@kurier.at
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