über Elfjährige und wie sie die Welt sehen
02/13/2016

Nicht kleinzukriegen

von Birgit Braunrath

Mit elf ist man groß, weil einen das Leben noch nicht kleingekriegt hat

Birgit Braunrath | über Elfjährige und wie sie die Welt sehen

Elf ist, wenn einem allen Türen offen stehen, man aber noch nicht entscheiden muss, durch welche man geht. Elf ist, wenn man alt genug ist, die Welt zu verstehen und jung genug, an sie zu glauben. Mit elf ist man groß, weil einen das Leben noch nicht kleingekriegt hat.

Vielleicht räumte der Film „I am Eleven“, in dem Elfjährige aus 15 Ländern auftreten, genau deshalb Preise zwischen Newport Beach und Melbourne ab. Die Dokumentarfilmerin Geneviève Bailey zeigt Menschen, die keine Kinder mehr und noch keine Jugendlichen sind, in deren verblüffender Unbefangenheit.

Man sieht unverbogene Wesen, die dem Leben munter ihre Mitarbeit anbieten, ohne von Vorurteilen, Enttäuschung und Verbitterung zurechtgezimmert worden zu sein. Und da stellt sich erwachsenen Betrachtern dann die Frage: „Was würde ich tun, wenn ich wieder elf wäre?“

Mich erst mal entängstigen. Alles ausprobieren. Lachen, ohne dafür schwarzen Humor oder Alkohol zu brauchen. Leben und lieben ohne Handbremse ... – Könnte man das alles nicht eigentlich in jedem Alter?

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